Startseite Aktuelles Fakten zum Fürstenwalder Flugplatz
Fakten zum Fürstenwalder Flugplatz  E-Mail
Freitag, den 13. August 2010 um 13:31 Uhr

Aufgrund vieler Falschinformationen und Halbwahrheiten, die zum Thema Flugplatz Fürstenwalde im Umlauf sind und immer wieder auch veröffentlicht werden, sehe ich mich veranlasst einmal die Fakten sprechen zu lassen. Vorangestellt sei hier ein Zitat unseres Bürgermeisters Ulrich Hengst, der einmal zu einem bekannten Herausgeber sagte: „Nur weil man manche Dinge ständig wiederholt, werden sie dadurch trotzdem nicht wahrer".

Weit verbreitet ist die Ansicht, der Flugplatz sei Geschichte. Fakt ist: Solange das Flugplatzgelände nicht aus der fachrechtlichen Landesplanung herausgenommen wird, ist Flugbetrieb noch immer möglich. Außerdem ist die Genehmigung des Flugplatzes noch existent. Daran ändern auch vorläufig Wünsche des Bürgermeisters, seiner „Investoren" oder Entscheidungen der Stadtverordneten nichts!

Ulrich Hengst sagt, der Flugplatz ist eine sehr große Fläche, die seit Jahren kaum genutzt wird. Fakt ist: Für den Flugbetrieb ist sicherlich nicht das gesamte Areal notwendig. Die Schuld dafür, dass ein Großteil in all den Jahren nicht genutzt wurde und verwilderte, ist mit Sicherheit eher bei den stadtfremden Eigentümern zu suchen, als bei den stets kompromissbereiten Fliegern. Auch scheint es in der Vergangenheit eher das Ziel von Hengst und Reim gewesen zu sein, den Flugplatz sukzessive herunter zu wirtschaften, statt ihn zu entwickeln.

Ulrich Hengst sagt, wir sind nicht Eigentümer der Flächen und haben somit keinen Einfluss auf die Nutzung. Fakt ist: Die Stadt entscheidet über die Flächennutzung und schafft Baurecht. Die Stadt entscheidet, welche Vorhaben unterstützt werden. Wenn ein Eigentümer nun Dinge verspricht, die nicht eingehalten werden, warum sollte die Stadt demjenigen dann nicht konsequenterweise die Unterstützung versagen? Wer Millionen mit Grundstücksspekulation verdienen will, ist darauf angewiesen, dass die Stadt dies durch Beschlüsse erst ermöglicht. Diese gegenseitige Abhängigkeit versetzt die Stadt sehr wohl in die Lage Einfluss zu nehmen. Will der Eigentümer einen Solarpark, muss er seine langfristige Einwilligung zum weiteren Flugbetrieb geben. Ist dem Investor die Teilfläche nicht genug, kommt morgen ein anderer, dem das vielleicht reicht. Denn nach Ulrich Hengst sind Solarparks ja nur noch auf Konversionsflächen möglich. Nachfrage gibt es genug. Spielt der Eigentümer nicht mit, hat er ein „wertloses" Stück Land und Fürstenwalde keinen Flugplatz mehr. Um dies zu verhindern wäre erstens der Wille des Bürgermeisters notwendig sowie sein Verhandlungsgeschick, für das er ja eigentlich ins Amt gelobt wurde.

Immer wieder wird polemisch über eine mögliche Nutzung der kompletten Fläche durch einen Großinvestor gestritten. Fakt ist: Dieser ist in keiner Weise die einzige Alternative zum Solarpark! Die durchaus ebenfalls rentable Nutzung durch kleine und mittelgroße Gewerbetreibende, wie es ursprünglich angedacht war, wird plötzlich völlig außer Acht gelassen. Auf diese Weise würden Arbeitsplätze geschaffen und vielleicht sogar höhere Steuereinnahmen generiert. Bei der Vermarktung der „Hegelstraße" ist die Nähe zum BBI ein großer Vorteil. Ein FLUGPLATZ hat diesen Vorteil zur Ansiedlung von luftfahrtnahem Gewerbe nicht? Ich spreche hier von einer aufstrebenden Branche mit inzwischen 130 Firmen, 5000 Arbeitsplätzen und Milliardenumsätzen in Berlin-Brandenburg.

Ulrich Hengst sagt, der Flugplatz war nie ein Standortfaktor für die Region. Fakt ist: Projekte wie der historischer Flugzeugbau und der Verkauf zweier Maschinen an den Star-Regisseur Peter Jackson, haben Fürstenwalde weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gemacht. Nur so ist zu erklären, dass u.a. das geschlossene Flugzeugmuseum, bis zum heutigen Tage Besichtigungsanfragen erhält. Die Möglichkeit Rundflüge von Fürstenwalde aus zu starten, Fallschirmspringen anbieten oder aber Flugplatzfeste ausrichten zu können, war der Attraktivität der Stadt sicherlich nicht abträglich. Das Gegenteil dürfte Fall sein.

Ulrich Hengst sagt, der Beschluss der SVV die Flugplatzbetriebsgesellschaft (FBG) nicht weiter finanziell zu unterstützen führte unweigerlich zum aus des Flugplatzes. Fakt ist: Der Aero Club bewarb sich frühzeitig um die Übernahme der Geschäftsanteile der FBG. Dabei legte dieser auch ein Konzept für den kostendeckenden Flugbetrieb in Vereinshänden vor. Dieses Vorhaben wurde einerseits von Ulrich Hengst blockiert und andererseits vom Eigentümer abgelehnt. Gleichzeitig wollte dieser die Geschäftsanteile aber auch nicht übernehmen.

Ulrich Hengst sagt, der Flugbetrieb war in den letzten Jahren stets rückläufig und war nur noch mit Zuschüssen der Stadt möglich. Fakt ist: die technische und personelle Ausstattung wurde durch die FBG kontinuierlich und bewußt verschlechtert. So wurden für den reibungslosen Flugbetrieb notwendige technische Anlagen demontiert. Unter diesen Umständen war natürlich ein geregelter Flugbetrieb auf hohem Niveau nicht mehr möglich.

Ulrich Hengst sagt, Klaus Heller als Geschäftsführer der FBG hat nur das getan, was die Gesellschafter von ihm verlangt hatten. Fakt ist: Da Ulrich Hengst in Vertretung der Stadt, selbst größter Gesellschafter der FBG war, ist die Schuld am Niedergang des Flugplatzes offensichtlich ebenfalls bei ihm zu suchen.

Ulrich Hengst spricht von Imagegewinn und grundsätzlicher Sinnhaftigkeit von Solarparks. Imagegewinn für wen und warum? Von Imagegewinn und ökologischem Gutdenken war schon bei dem Holzhackschnitzelheizkraftwerk und der Biogasanlage zu hören. Was davon geblieben ist, wissen Sie liebe FW Leser inzwischen allzu gut. Ob der allgemeine Wohlfahrtsgewinn durch Solarparks wirklich so ist, wie von allen Seiten behauptet, wird in einem späteren Artikel beleuchtet.

 


 
Template by Genesis Nova © 2008 | CSS 2.1 | XHTML 1.0