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Geplante Kürzungen machen den Städteumbau wesentlich schwieriger und langsamer, WoWi hält dagegen
Das hat den finanziell sowieso gebeutelten brandenburgischen Kommunen noch gefehlt! Eine weitere Kürzung von Fördergeldern. Diesmal soll es die Städtebauförderung treffen. Nach Plänen von Bundesbauminister Peter Ramsauer würden dem Land Brandenburg demnach nur noch die Hälfte der Mittel zur Verfügung stehen, rund 20 Millionen Euro. Dabei ist in diesem Bereich bereits in den vergangenen Jahren erheblich gekürzt worden. 2008 standen dem Land immerhin noch 57 Millionen Euro zur Verfügung. Fördergelder müssen ja nicht immer sinnvoll sein. Deshalb ist auch hier zu schauen, welchen Effekt die bisherige Förderung hatte. Und da berichtet Herr Dr. Buhl von der Fürstenwalder Wohnungswirtschaft GmbH (WoWi) durchaus Positives. Beispiel Leerstandentwicklung: Gab es bei der WoWi einst 22% leerstehenden Wohnraum, so wurde dieser in den letzten Jahren auf 15 % gesenkt und nach Abschluss der geplanten und teilweise bereits begonnenen Arbeiten, wird er nur noch 10 % bis 12 % betragen. Eine Erfolgsgeschichte? Auf jeden Fall! Denn bei der WoWi hat man sich intensiv mit den Herausforderungen der Zukunft auseinandergesetzt und die richtige Schlüsse gezogen. So wurden und werden ca. 300 Wohnungen modernisiert und heutigen Standards angepasst, 300 weitere Wohnungen vom Markt genommen. Jedoch nicht einfach nur durch Abriss (oder wie man heute sagt: Rückbau), sondern nicht zuletzt durch Änderung und Optimierung von Wohnraumquerschnitten bei der Sanierung. Die Rahmenbedingungen für diesen Weg sind nicht immer einfach. So muss bei Investitionen beispielsweise die Bezahlbarkeit nach der Modernisierung im Auge behalten werden. Bei einer Kaufkraft von 79% in Fürstenwalde mit Blick auf die durchschnittliche Kaufkraft in Deutschland, ein klarer Hinweis, auf Luxus zu verzichten. Was jedoch ist Luxus und was macht eine Wohnung begehrt und marktfähig? Querschnitte für Singlehaushalte oder alleinlebende Senioren beispielsweise. Ein Aufzug. Die Nähe zu Schule, Einkaufsmöglichkeiten und natürlich Ärzten. Und der Mieter betrachtet nicht nur die Kaltmiete, sondern in zunehmenden Maße auch die Mietnebenkosten. „An der Stelle, an der wir diese beeinflussen können, versuchen wir die sogenannten Warmkosten für unsere Mieter zu optimieren“, so Dr. Buhl gegenüber der FW. Dafür werden unter anderem Gebäude gedämmt, Heizungsanlagen modernisiert und alternative Energiequellen angezapft. All das sind die kaufmännischen Aspekte, die das moderne Wohnungsunternehmen betrachtet. Dazu kommt noch eine konsequente Kundenorientierung die sich jeder einzelne Mitarbeiter zu eigen gemacht hat. Und so sieht man sich auf einem guten Weg, den Stadtumbau auch in den nächsten Jahren weiter voran zu treiben. Eine weitere empfindliche Kürzung der Förderung wäre jedoch eine echte Bremse. Nach dem „schlechtesten Fall“ gefragt, beschreibt Dr. Buhl die Lage so: „Natürlich geht es weiter. Natürlich werden wir Projekte umsetzen. Wir sind da auf einem guten Weg. Jedoch werden die Zeiträume länger.“ Kann also sein, dass die Bürger der Stadt geduldig sein müssen in Bezug auf die weitere Entwicklung der Stadt. Es sei denn, die Politik hört auf die warnenden Stimmen, die derzeit überall laut werden. Dirk Lehmpuhl-Ponta
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