|
Auf dem Ex-Flugplatz tut sich was |
E-Mail |
|
Montag, den 30. August 2010 um 07:16 Uhr |
|
Das ehemalige Flugplatzgelände ist bekanntlich Heimstätte einiger Vereine. Nicht nur die Flieger hatten hier ihr Domizil, sondern auch seit Jahren die Sportschützen der ältesten Schützengilde in Fürstenwalde. Der Bericht über die haltlosen Zustände auf dem Flugplatzgelände im „Spreeboten“ vor knapp 3 Wochen, erzürnte die Mitglieder der Gilde nicht zuletzt wegen dort falsch dargestellten Fakten. Zeigten die Bilder doch teilweise nicht etwa die Ergebnisse von Misswirtschaft und Vandalismus, sondern das Werk fleißiger Hände, ehrenamtlicher Arbeit, Schweiß und Enthusiasmus. Während auf dem Gelände des zukünftigen Solarparks derzeit noch keine Bautätigkeit zu verzeichnen ist, schuften die Sportschützen seit über einem Jahr am Bau einer neuen 50- und 100-Meter Schießanlage. Ein sehr ehrgeiziges Projekt. Die Sicherheitsbestimmungen sind logischerweise enorm, die Einhaltung derer Ehrensache für die Sportler. Da jedoch nicht auf Großinvestoren zurückgegriffen werden kann, muss das Projekt mit minimalem Budget auskommen. Jeder der Beteiligten versucht daher seinen Teil beizutragen. Das beginnt bei der Materialbesorgung bis hin zu Arbeitseinsätzen und Sponsorengewinnung. So werden beispielsweise alte Betonträger zu Stützpfeilern, gebrauchte Mauersteine wieder aufbereitet und Alteisen wird zum Stahlträger. Typisch ist ebenfalls, dass die gesamte Bauprojektplanung in ehrenamtlicher Tätigkeit erfolgte. Da es nicht nur mit Recyclingmaterialien und völlig ohne Geld geht, freut man sich auch über die großzügige Unterstützung durch den Kreissportbund, die Stadt Fürstenwalde und vielen Sachspenden verschiedenster Handwerksbetriebe. So spendete die Malerfirma Borkowski eine große Menge Fußodenfarbe, elektrifizierte Bernd Breitkreuz (BB-Elektro) und lieferte der Stadtforst Fürstenwalde Holz für Verkleidungsarbeiten. Auch die teilweise benötigte schwere Technik wird von der Firma Fabini kostenlos zur Verfügung gestellt. Alles in allem ein wunderbares Beispiel für Gemeinsinn und Teamgeist. Natürlich hoffen die Schützen auch darauf, dass die in der Stadtverordnetenversammlung gemachten Beschlüsse zur Nutzung des Flugplatzgeländes und die Ränkespiele der Investoren (Solarpark) ihre Träume nicht zu Nichte machen. Beschwichtigungen der Stadtverantwortlichen gibt es genug. Schaun wir mal!
|