Ein gezielter Angriff auf den Arztberuf
Zu den Artikeln über die politisch verfolgten Ärzte Dr. Martina Herrmann (Ausgabe 01/26) und Dr. Monika Jiang (02/26)
Was das Schicksal von Dr. Monika Jiang, Dr. Martina Herrmann und vielen anderen Ärzten offenlegt, ist kein bedauerlicher „Fehler“ der Corona-Zeit, sondern ein gezielter Angriff auf ärztliche Gewissensfreiheit, Rechtsstaatlichkeit und medizinische Ethik. Hier wurden Mediziner nicht verfolgt, weil sie Schaden angerichtet hätten, sondern weil sie sich geweigert haben, politische Vorgaben gegen ihre fachliche Überzeugung und gegen das Wohl einzelner Patienten durchzusetzen. Maskenbefreiungen nach individueller Untersuchung waren nie ein Verbrechen. Das Verbrechen bestand darin, den Arztberuf faktisch der Politik zu unterwerfen.
Besonders entlarvend ist die heutige Lage vor dem Hintergrund der Aussagen von Jens Spahn in der Enquetekommission. Dort wird eingeräumt, dass Entscheidungen unter Unsicherheit, ohne belastbare Evidenz und mit erheblichen Fehlannahmen getroffen wurden. Sinngemäß: Man wusste vieles nicht, man lag bei vielem falsch, man habe „überzogen“.
Wenn selbst ein ehemaliger Bundesgesundheitsminister im Nachhinein Fehler zugibt, dann ist jede weitere Kriminalisierung jener Ärzte, die diese Fehler frühzeitig erkannt und benannt haben, nichts anderes als staatliche Heuchelei. Es ist unerträglich, dass politische Verantwortung relativiert wird, während Existenzen zerstört bleiben.
Was hier stattgefunden hat, war keine Gesundheitspolitik, sondern Machtdurchsetzung. Wer nicht folgte, wurde eingeschüchtert, verfolgt, beruflich vernichtet und vor Gericht gezerrt. Gleichzeitig sitzen die politischen Entscheider, die Angst erzeugt, Grundrechte suspendiert und massiven sozialen Druck aufgebaut haben, weiterhin unbehelligt in ihren Ämtern oder werden mit Pensionsansprüchen belohnt. Das ist keine Aufarbeitung, das ist Täter-Opfer-Umkehr.
Eine Gesellschaft, die Ärzte bestraft, weil sie ihrem Eid folgen, und Politiker schützt, die Grundrechte missachten, hat ein massives moralisches und rechtsstaatliches Problem. Die verurteilten Ärzte gehören nicht vor Gericht, sondern rehabilitiert. Und die eigentlichen Verantwortlichen gehören nicht in Talkshows oder Enquetekommissionen mit weichen Formulierungen, sondern vor eine unabhängige juristische Prüfung. Ohne Konsequenzen bleibt jede „Aufarbeitung“ ein Wort ohne Inhalt. Das begangene Unrecht wird zum Präzedenzfall für die nächste Krise.
Frank Schumacher
Für die Geschichtsbücher
Zu dem Artikel „In den Herzen wird‘s warm“ (Ausgabe 26/2025)
Sehr geehrter Herr Hauke,
Ihr Artikel mit dem Titel „In den Herzen wird‘s warm“ ist wahrscheinlich als Schritt zur Aufarbeitung des Verhaltens vieler während der Corona-Pandemie mit dem Ziel der Aussöhnung gedacht. Aussöhnung geht aber erst richtig nach erfolgter Aufarbeitung. Ihr Artikel liefert dafür viele Ansatzpunkte. Tatsächlich habe ich nur einen einzigen deutschen Moderator im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erlebt, der seine Äußerungen während der Pandemie öffentlich bereut und um Entschuldigung gebeten hat. Reue sehe ich als Voraussetzung zur Vergebung. Als Christ wurde mir gelehrt, dass wir vergeben sollen. Dazu bin ich auch immer bereit, wenn von dem Betreffenden um Vergebung gebeten wird.
Unaufgefordert vergebe ich allerdings grundsätzlich nicht, die Vergebung muss schon gewünscht sein. Und deshalb ist eine gründliche Aufarbeitung nötig. Die sehe ich aber bis auf wenige Ausnahmen nicht mal ansatzweise.
Ihr Artikel sollte aber aufgehoben werden. Sie haben in chronologischer Folge die Hetze gegen Ungeimpfte aufgezählt und dabei Vergleiche weitgehend vermieden bis auf den einen Satz, dass die tägliche Hetze an dunkelste Zeiten der deutschen Geschichte erinnerte. Sie haben nicht geschrieben, welche dunkelste Zeiten Sie meinen. Damit kann jeder Leser die Aufzählung der Zitate selbst einordnen oder dies lassen, auch das gehört zur Meinungsfreiheit. Vor allem finde ich die Aufzählung so historisch wertvoll, dass ich denke, dass sie eines Tages in die Geschichtsbücher gehen wird. Sicher noch nicht jetzt, frühestens in 50 Jahren, wenn die meisten Täter nicht mehr leben. Ich denke, die zukünftigen Generationen werden Ihre Arbeit zu würdigen wissen – und viele, mich eingeschlossen, tun das heute schon.
Andreas Hinz
Wahre Freunde
Wenn man wahre Freunde hat,
im Familienkreise schon
oder im Bekanntenkreis,
ist das großer Lohn,
den das Leben dir geschenkt,
hüte ihn mit Fleiß,
dass ernährt er ständig wird!
Dies wird dir zum Preis!
Wahre Freunde find‘st Du nicht
hier an jeder Tür,
darum nimm sie in den Arm
und erhalt sie dir!
Wenn man wahre Freunde hat,
auch in Not und Pein,
stehen immer sie zu dir,
du bist nicht allein!
Freude teilen und auch Harm
können Freunde nur,
nehmen dich in ihren Arm,
wärmend ist es nur!
Jörg Große
Wahrheit und Mitmenschlichkeit geopfert
– Ein ehemaliger Schulkamerad schreibt an den heutigen Bundeskanzler –
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler, lieber Friedrich,
Deine Worte aus Indien zum Mullah-Regime in Teheran sind bei mir angekommen. Du hast mich damit aufgeweckt und daran erinnert, dass ich Dir diesen Brief mit meinem wichtigen Anliegen an Dich schon hätte viel früher schreiben sollen und müssen. Als Vorsitzender unserer christdemokratischen Partei kennst Du die Mahnung aus der Bibel, gemäß der wir uns die Balken in unseren Augen anschauen sollten, bevor wir auf die Splitter in den Augen der Anderen verweisen. Wie sieht es aus in Deinem und meinem Land? Steht unseren Regierungen nicht auch bevor, hinweg gefegt zu werden, wenn wir weiter machen wie bisher?
Lass mich mit dem Positiven beginnen: Es war richtig, deutliche Worte zu finden gegenüber den inakzeptablen Vorstößen des Herrn Trump in Bezug auf Grönland. Und ich habe mich gefreut über das Signal von Dir und Deinen europäischen Kollegen, Soldaten auf diese europäische Insel zu schicken (so lange wir noch in solchen Kategorien denken und Macht generieren und ausspielen), um unmissverständlich klarzumachen, dass Herr Trump hier an eine Grenze gestoßen ist, die er nicht überschreiten sollte. Ich möchte mit dieser Äußerung keinen falschen Eindruck erwecken: Sehr wahrscheinlich ungleich Dir habe ich mich gefreut über den Wahlsieg Donald Trumps und viele seiner Aussagen und Maßnahmen und ebenso über die klaren Worte seines Stellvertreters Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz. Ich bin ihnen dankbar für einige ihrer notwendig gewordenen Korrekturen und überzeugt, dass Du und Deine europäischen Partner in Euch gehen sollten, um die vielfach fruchtbaren Anregungen aus den USA auf eine wohlwollende Weise zu überdenken und aufzunehmen, weil wir alle so zu einem besseren Miteinander in unserer Welt finden können, als wir es bislang vermocht haben. Was aber Grönland angeht, bin ich bei Dir und den europäischen Partnern, bin darüber hinaus jedoch, kaum anders als Ihr, denke ich mir, überzeugt davon, dass deutliche Signale der amerikanischen Regierung gegenüber ausreichen werden, um diese Grenzziehung zu manifestieren.
Wesentlicher somit ist mir der folgende Punkt: Finde endlich einen Weg, Deinen Berufskollegen, Herrn Dr. Reiner Füllmich, aus seiner ganz und gar unwürdigen und unangebrachten Haft zu befreien! Ja, natürlich bist Du nicht der korrekte Ansprechpartner für diesen Appell, wirst Du entgegnen: Richter müssen so etwas entscheiden, keine Mitglieder der Legislative oder Exekutive. Schön, wenn es wirklich und tatsächlich allein so wäre! Was formell zutreffen mag, hat sich in unserem Lande spätestens seit Christian Dettmar (Weimar), Michael Ballweg und Reiner Füllmich ad absurdum geführt, wenn nicht schon vordem durch weithin sichtbare Entscheidungen wie etwa den Fall Hoeneß und seine Gestaltung…
Eine ganz elementare Säule der Demokratie schlechthin hat damit begonnen, auf nicht akzeptable Weise zu erodieren: Wo solcherart an der Gewaltenteilung gerüttelt wird, wird das Fundament unseres Staatswesens infrage gestellt. Ganz offensichtlich aufgrund politisch motivierter Direktiven an angeblich unabhängige Rechtsorgane. ‚Quae tempora, quae mores‘ kann ich da nur ausrufen mit Cicero, welch ein sittlicher und politischer Verfall! Hast Du mit unserem Dr. Schulte nicht auch einen engagierten Geschichtslehrer gehabt, der Dir aufgeführt hat, wie so etwas enden kann?! Als ich vor etwa zwanzig Jahren den Gründer von Transparency International, Herrn Dr. Peter Eigen, kennengelernt habe, lagen die Werte des Corruption Perceptions Index (CPI) bei 81. Insbesondere in den letzten Jahren haben sie sich kontinuierlich verschlechtert bis auf 75 im Jahr 2024. Kein gutes Zeichen! Aber eine Marke, für die auch Du wirst einstehen müssen, wenn sich dieser Trend nicht umkehrt. Im Übrigen liegt mir nicht daran, für etwas Beweis zu erbringen, das so offensichtlich ist, dass es die Spatzen sprichwörtlich von den Dächern pfeifen.
In was für einem Staat leben wir, lieber Friedrich, dass derartige Fehlgriffe derart ausgeprägt möglich sind! Als Gutmenschen prangern wir zurecht überzogenes Handeln in Guantanamo an und in Institutionen wie einem CIA-Gefängnis Abu Ghraib, aber selbst lassen wir einen ehrenwerten, demokratisch und rechtsstaatlich handelnden, zivilisiert auftretenden Menschen und erfolgreichen Rechtsanwalt im Ausland entführen und hierzulande in Ketten vorführen, um ihn zu demütigen und Bilder zu gestalten, die andere abschrecken mögen?! So etwas kannst Du doch im Ernst nicht wollen und gutheißen, no way! Ich bin überzeugt davon, dass Du den Kontext kennst und werde deshalb nicht näher darauf eingehen, kann jedoch meine unbedingte Mahnung diesbezüglich kaum dringlich genug machen, wie mir scheint. Zweifellos gehört es zu den ganz grundsätzlichen menschlichen Fairness-Regeln, sich im offenen Wettstreit entgegenzutreten, und es wird seit alters her zurecht verachtet, wenn jemand von hinten kommt wie ein Hagen von Tronje mit Tricks und Finten, die schlicht kaum anders gesehen werden können als als Ausdruck eigener Minderwertigkeit. Ich bitte Dich also, diese Scharte im Ansehen Deiner Regierung schnell angemessen auszuwetzen. Denn es war und ist stets guter Brauch vor der eigenen Tür zuerst zu kehren.
Einher geht damit der Beginn der ganz unerlässlichen Aufarbeitung der Corona-Verbrechen. Gewiss ist das eine gewaltige Aufgabe. Aber sie wird nicht kleiner, wenn Du sie noch länger vor Dir herschiebst. Im Gegenteil: Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, sie anzugehen und Dich damit als Aufklärer zu präsentieren, bevor Du Dich zu zu später Stunde in dem Licht stehen sehen musst, das Herr Gorbatschow damals benannt hat mit seinen Worten: „Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben“.
Und eines dürfte doch auch Dir und Deinem Beraterkreis bewusst sein: Das enorme Wachstum der AfD hat genau damit zu tun, dass die Menschen in unserem Lande mehr und mehr aufwachen in Bezug auf das, was ihnen angetan worden ist während der Kanzlerschaften Deiner Vorgänger Merkel und Scholz. Selbst wenn die meisten Bürger die abscheulichen Corona-Geschehnisse gerne vergessen und hinter sich lassen wollen, so wissen wir doch in hinreichendem Maße aus der psychologischen Forschung, dass solcherart tief traumatisierende Vorgänge nicht so einfach vergessen werden können. Sie gehören aufgearbeitet! Deutschland war derart hoch angesehen in der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg, weil es sich der Aufarbeitung der nationalsozialistischen Diktatur und ihrer menschenverachtenden Verfehlungen intensiv gestellt hat. Meine Auffassung der Corona-Zusammenhänge ist, dass die handelnden Akteure damals nicht so erfolgreich hätten herfallen können über unsere Mitmenschen auf dieser Erde, wenn das angesehene Deutschland mit seiner zu der Zeit ebenfalls ein persönliches Ansehen genießenden Kanzlerin Merkel nicht mitgespielt hätten bei diesem verwerflichen Spiel um Macht und Geld. Denn nach dem eingehenden Studium einer Fülle von Publikationen zu diesem Thema kann man kaum mehr zu einem anderen Resümee kommen als zu diesem: Bei Corona hat es sich nur ganz am Rande, quasi katalysatorhaft um Gesundheit gehandelt. Es ging um ein weiteres Akkumulieren von Macht und Geld. Wahrheit und Mitmenschlichkeit wurden dafür willfährig geopfert auf dem Altar des goldenen Kalbes. Das erfahren und wissen immer mehr Menschen. Und die einzig relevante Partei, die sich bei den nächsten Wahlen noch rühmen kann, gegen diese Verbrechen ihr Wort erhoben zu haben, bleibt die AfD, nachdem das BSW sich selbst zerlegt hat.
Vielleicht waren Merkel, Scholz, Steinmeier und viele ihrer Helfer ja Helden, indem sie mit ihren Zustimmungen Deutschland und die Menschen hierzulande vor noch Schlimmerem bewahrt haben. Vielleicht war es ihnen ja damals einfach nicht möglich, so zu reagieren, wie ihr verdienter Vorgänger Gerhard Schröder es vermocht hatte, sich und unser Land herauszuhalten aus dem kriminellen Irakkrieg und der Koalition der Willigen, nicht gelähmt beispielsweise von einem Denken an das Ende Olof Palmes, mit einem durchaus auch heldenhaften Impetus mithin. Das aber kann erst geklärt werden durch wirklich eingehende öffentliche Untersuchungen, nicht durch die Freigabe nach wie vor geschwärzter Akten, Abwiegelungen und ähnlich peinliche Weißwaschversuche.
Die Menschen sind nicht dumm. Und diejenigen unter ihnen, die nach außen hin nicht gebildet erscheinen mögen, haben oft einen sehr guten Instinkt, eine Bauernschläue in sich, die bisweilen hilfreicher zur Wahrheitsfindung dienlich ist als jahrelange akademische Infiltration. Immer mehr werden keine Alternative zur AfD sehen, solange die alten Parteien keinen Aufbruch wagen in dieser und anderen relevanten Fragen. Gerade Du wirst Dich erinnern können an den Zeitungsartikel Angela Merkels, mit dem sie damals mit Kohl gebrochen hat, als es um die Parteispendenaffäre ging („Die CDU muss laufen lernen“). Plötzlich stand sie für Erneuerung und Sauberkeit (während Du noch für das alte Gestern standest).
Ich will enden mit einem Zitat von Heike Michelsen: „2026 ist das Jahr des Schicksalsrades und der Selbstermächtigung, in dem der Mensch nicht mehr sucht, sondern erkennt, welchem Feld er angehört, ein Jahr, in dem Systeme fallen, nicht durch Kampf, sondern durch Offenbarung…“. Wir mögen lächeln über Astrologie, über Fähigkeiten wie Hellsehen und Ähnliches. Und gebildet, wie wir zu sein glauben, erinnern wir uns dann vielleicht gern und besserwissend an einen Wallenstein und unsere Schullektüre. Ob uns das aber weiter voranbringt als eine umfassendere Offenheit, wird sich erst zeigen. Michael Gorbatschow habe ich oben bereits zitiert.
Ich wünsche Dir eine gute Hand angesichts Deiner bevorstehenden Herausforderungen und verbleibe
mit freundlichen Grüßen,
Dein Mitschüler
Ludger Theodor Franz Paß
„Unsere“ Journalisten
Bei WELT hören wir am 12.01.2025: „…,denn der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile länger als der sogenannte Große Vaterländische Krieg, wie die Russen den 2. Weltkrieg ja nennen. Damals stieg Russland am 22.06.41 ja ins Kriegsgeschehen ein, das dann mit dem 9. Mai 45 endete…“
Man könnte, wenn diese ‚Moderatorin‘ jünger wäre und die neue Geschichtsschreibung (?) in den Lehrbüchern eingeatmet hätte, von Unwissen ausgehen. Ob es ideologisierte Bosheit ist, kann ich nicht beurteilen. Was die Russen dazu bewogen hat, diesen Krieg genau so zu benennen, vermögen wohl nur empathische Wesen zu beurteilen. Eine kleine Korrektur sei jedoch auch für die Ungebildeten unter ‚uns‘ erlaubt: Die Russen sind nicht „in den Krieg eingestiegen“, sondern überfallen worden und haben ca. 27 Millionen Menschen auf grausamste Weise verloren. Wikipedia hinterlässt zu dem Stichwort übrigens keinen Eintrag mehr, die unaufgefordert sich einmischende KI nennt dazu wenigstens noch den Hinweis, dass es viele Tote gab, keine Zahlen mehr. Die nun in den Schulbänken sitzenden künftigen sogenannten ‚Journalisten‘ werden sich mit diesem scheinbar überflüssigen Hintergrundwissen nicht mehr herumschlagen müssen. Sie müssen auch nicht mehr lesen und schreiben lernen, oder dividieren oder sonstig überflüssiges Wissen. „Male mir die WELT, wie sie mir gefällt.“ Hoffentlich geht das gut. Früher schrieb man Logik noch groß…
Susanne Fischer
Russlands Schoß und Amerikas Darm
Was für eine Trump‘sche Steilvorlage! – wodurch das neue Jahr auch sehr interessant werden könnte. Und wenn schon nicht erfolgreich, dann doch auf jeden Fall sehr blutig. Und so steuert unsere Titanic dann auch schon volle Pulle auf den Eisberg zu. Und natürlich mit geschlossenen Augen, Ohren und Mündern voran. Auch weil wir ansonsten, ein Verbrechen, genauso bewerten müssten, wie jedes andere auch. Doch da wir uns ganz tief unten im amerikanischen Gedärm als deren nutzbringende Dienstleister und Trottel eingenistet haben, unserer elendigen Feigheit auch ein weltbekanntes Bild abgebend, um nicht das zeigen zu müssen, was hierbei schon lange von Nöten wäre – nämlich einen Standpunkt, Recht, Moral und Gewissen zu besitzen – da krallen wir uns doch lieber – in tiefer, geistig brauner Dunkelheit gefangen – bei denen auch weiterhin schön fest, sodass auch jedwede Sauerei an uns vorbeirauschen kann, die uns aber dennoch in den Ausführungen ihrer ständigen Bedrohungen, ihrer völkerrechtswidrigen Angriffe und Bombardierungen durch unser Zulassen besudeln, so ist es uns aber dennoch viel wichtiger, dass sich die Amis nicht eines Abführmittels bedienen, mit denen sie sich des Exkrements unserer Anwesenheit auch entledigen könnten.
Und hierfür sind wir dann auch bereit, alles zu tun bzw. alles zu unterlassen. Und auch ihnen zuliebe die drei Affen zu spielen. Und weshalb ich auch sehr stark überrascht wäre, wenn das Jahr 2026 nicht weltweit atomar aus dem Ruder liefe. Denn nach Venezuela und Grönland gilt es dann auch, Taiwan zu besiegen. Und wenn sich dann daraufhin die USA und China zu duellieren beginnen, dann werden die Russen, die Japaner, die Nord- und Südkoreaner und mit besonderer Lust und Laune voran, die Briten und Franzosen und wir Deutschen mittendrin, jedenfalls nicht nur deren Sekundanten spielen. Und da uns die Frauen noch immer keinen Vogel zeigen, uns nicht die Leviten lesen, werden sie später unsere Trümmerfrauen sein. Und so durchgeknallt, wie die Welt dann sein wird, werden dann auch andere Länder ihren Hass und ihre Gewalt zu verbreiten wissen. Denn auch die echte Titanic ist genauso kopf- und hirnlos unter Dampf und Feuer gesetzt, mit laut klingendem Signalhorn in den Untergang gerauscht.
Doch ganz so miesepetrig möchte ich hier nicht enden. Denn wenigstens ein Ereignis wird uns große Freude und vielleicht auch Hoffnung schenken: Die Flucht der gesamten iranischen Führung hinein in Putins Schoß!
Möchte man da nicht vor Freude Raketen in den Himmel schießen?
B. Ringk
Religion und Atheismus
Warum mir als Atheist die Religionsfreiheit so wichtig ist
Ich bin Atheist in einem doppelt christlich geprägten Land. Im Norden vorwiegend evangelisch und im Süden katholisch. In meinem Heimatland lebte Luther, und 30 Jahre stritten die Söldnerheere unter dem Deckmantel der Religion um die Vorherrschaft in deutschen Landen. Mit dem westfälischen Frieden von 1648 wurde endlich dem 30-jährigen Morden ein Ende gesetzt. Seitdem vollzogen sich die Auseinandersetzungen der christlichen Religionen gewaltfrei. Über Jahrhunderte hinweg entwickelte sich ein gewisses, angespanntes Miteinander im Dienst für die christlichen Gläubigen. Aber das Nebeneinander mit nichtchristlichen Religionen, vor allem mit dem Judentum, blieb nicht gewaltfrei. Der Holocaust belastet und verpflichtet bis heute die deutsche Politik, mit besonderer Umsicht die Glaubens- und Religionsfreiheit in Deutschland zu schützen.
Dabei kann man sich auf 377 Jahre Religionsfrieden zwischen katholischer und den evangelischen Kirchen stützen. Und seit Jahrhunderten bedingen sich in Deutschland Religionsfreiheit und das Recht, als Atheist im christlichen Umfeld friedlich zu leben. Dazu gehört auch der Schutz vor ungewollter Missionierung, vor Belästigung durch Eiferer, egal welche Motive diese Menschen antreiben. Glaubens- und Religionsfreiheit haben dort ihre Grenze, wo die Vertretung und Ausübung einer Glaubensauffassung oder Religion in die Rechte von Menschen mit anderen Glaubens- und Religionsauffassungen eingreift. Und genau aus diesem Grund widerspreche ich als religionsfreier Bürger der bedingungslosen Aussage „Der Islam gehört zu Deutschland“. Das impliziert die absolute Akzeptanz einer Religion, deren uneingeschränkte Ausübung sich nicht ohne partielle Missachtung der im Grundgesetz Artikel 4 niedergeschriebenen Glaubens- und Religionsfreiheit praktizieren lässt.
Jeder, der den Religionsfrieden, die Freiheit der Religionsausübung und das religionsfreie Leben in Deutschland für sich reklamiert, muss das auch Menschen anderer Glaubensgemeinschaften zugestehen. Das gilt selbstverständlich auch für islamische Gläubige, die ihre Religion in Achtung des Art. 4 GG ausüben. Die islamischen Gläubigen jedoch, die für einen Gottesstaat mit Scharia, Mord an Ungläubigen und sexuell anders orientierten Menschen demonstrieren, pervertieren und missachten Artikel 4 GG, während sie alle anderen Rechte und Leistungen für Bürger und Schutzsuchende in Anspruch nehmen. Abgesehen von diesem Missbrauch der Glaubens- und Religionsfreiheit steht dieses im Grundgesetz verankerte Recht Menschen jeder anderen Religion zu, die in Deutschland ihre Heimat gefunden haben. Aber diese Religionen sind nicht historisch mit Deutschland verbunden wie das Christentum. Es bleiben Religionen eingewanderter, schutzsuchender Menschen. Und in der Fortschreibung der Geschichte ihrer Einwanderung und Integration, als Deutsche mit Migrationshintergrund, wird ihre Religion und deren freie Ausübung zu einem Teil des politischen Alltags in Deutschland.
Aber diese noch nicht abgeschlossene Entwicklung rechtfertigt niemals die Behauptung, der Islam gehöre bedingungslos zu Deutschland. Denn das würde bedeuten, dass jede Integration von Menschen islamischen Glaubens ein unrechtmäßiges, anmaßendes Verlangen darstellt. In der Konsequenz hätte sich die christlich geprägte Mehrheitsgesellschaft dem Islam anzupassen. Und das ist für mich verkehrte Welt, ein fahrlässiger Umgang mit der komplizierten Aufgabe, schutzsuchende Menschen in die deutsche Gesellschaft zu integrieren.
Peter Folmert
Moderner Absolutismus
„Der Staat, das bin ich“ verkündete einst der französische „Sonnenkönig“ Ludwig XIV., der bedeutendste Vertreter des höfischen Absolutismus. Er beanspruchte die absolute Macht und stand über dem Gesetz. Nun, Geschichte wiederholt sich bekanntlich. Heutzutage heißt es „America first“, und der Akteur ist der amerikanische Präsident Donald Trump. Seinen Machtanspruch bekam die Welt bereits kurz nach seinem Amtsantritt durch seine NATO- und Zollpolitik zu spüren, wofür sich aber die EU-Kommissionspräsidentin sogar noch bedankte (sie hat ja schließlich Deal-Erfahrung zulasten der europäischen Steuerzahler!). Das war der 1. Streich.
Der 2. Streich folgte am 05.12.2025 mit dem nationalen Sicherheitskonzept, das besonders in der EU für Aufregung/Empörung sorgte, weil darin Europa als Kontinent im wirtschaftlichen Niedergang eingestuft wird, dem durch die unkontrollierte Migration die zivilisatorische Auslöschung droht. Außerdem wird den EU-Politikern vorgeworfen, die freie Meinungsäußerung zu zensieren und die politische Opposition zu unterdrücken. Nun, für die vorstehende, realistische Einstufung gibt es leider viele Beispiele, z.B. in der EU den sog. Demokratieschild, um zukünftig unerwünschte Wahlergebnisse zu annullieren (s. Rumänien) oder die Sanktionierung unabhängiger, sachkundiger Journalisten mit Ein-/Ausreiseverbot und Kontensperrung (s. Jacques Baud, Schweizer Militäranalyst). In Deutschland drohte der Außenamtssprecher M. Giese auf der Regierungspressekonferenz am 17.12.2025 mit Sanktionen für Menschen und Organisationen, deren Meinung der Regierung nicht passt.
Der 3. Streich erfolgte am 03.01.2026 um 2.00 Uhr morgens. Nach wochenlanger militärischer und geheimdienstlicher Vorbereitung durch die CIA wurden in Venezuela dessen Präsident Maduro und seine Frau von US-Spezialeinheiten gekidnappt und der amerikanischen Gerichtsbarkeit ausgeliefert. Präsident Trump hatte Maduro zuvor aufgefordert, sein Land zu verlassen, was er selbstverständlich ablehnte (vgl. Völkerrechtswidriger Überfall der „Koalition der Willigen“ auf den Irak wegen angeblichen Besitzes von Chemiewaffen; Präsident Saddam lehnte vorab ein Verlassen seines Landes ab und wurde nach seiner Ergreifung per Gerichtsbeschluss stranguliert). Präsident Maduro und seine Frau sollen nun in New York wegen Drogenhandel, der angeblich die Souveränität der USA bedroht, sowie wegen Terrorismus angeklagt werden. Diese Verfahrensweise ist nicht neu. 1989 kidnappten die USA unter Präsident Bush sen. in Panama dessen Machthaber Noriega und verurteilten ihn wegen Drogenhandels und Verschwörung zu 20 Jahren Haft! Präsident Trump bezeichnet sein Vorgehen in der US-Nachbarschaft, das sowohl den Anspruch auf Kanada, den Panamakanal und Grönland, als auch Gewaltandrohungen gegenüber Mexiko, Kolumbien und Kuba beinhaltet, als „angewandte Monroe-Doktrin“! Die US-Aggressionen betreffen aber auch Länder wie Irak, Iran, Jemen, Somalia, Nigeria und Syrien, die im vergangenen Jahr bombardiert wurden. Zusammen mit MP Netanjahu, von ihm Bibi genannt (!), arbeitet er auf einen Regimewechsel im Iran hin, um den russischen und chinesischen Einfluss im Nahen Osten zu verringern. Natürlich geht es ums Öl, wie auch in Venezuela! Die ursprüngliche Doktrin des 5. Präsidenten James Monroe aus dem Jahre 1823 sah vor: die Europäer sollen sich aus der westlichen Hemisphäre fernhalten, dafür halten sich die USA aus den europäischen Angelegenheiten heraus.
Wie reagiert das Ausland auf diese „angewandte Monroe-Doktrin“, die zunächst die Vormachtstellung der USA in der westlichen Hemisphäre wiederherstellen soll? International sind sich Rechtsexperten darin einig, dass die USA gegen den Artikel 2 (4) der UN-Charta verstoßen haben, der Staaten verbietet, militärische Gewalt gegen andere Länder anzuwenden und deren Souveränität zu verletzen (s. auch Schlussakte von Helsinki und Charta von Paris). Es geht aber nicht nur um das Ende des allgemeinen Völkerrechts. Auch sein Teilbereich Seevölkerrecht ist für die USA nicht mehr bindend. In internationalen Gewässern werden Seeblockaden verhängt, Tanker gekapert sowie Boote versenkt, die angeblich Drogen schmuggeln und dafür gesorgt, dass es keine Überlebenden gibt? „Jeder hat soviel Recht, wie er Gewalt hat“, scheint die Devise zu sein. Die alte, sog. wertebasierte Weltordnung erodiert, Widersprüche und doppelte Standards sind allgegenwärtig. Bis zum Entstehen einer neuen Ordnung, in der Europa mit seiner jetzigen Politik der regelbasierten Ordnung und liberalen Zukunft keine Rolle mehr spielen wird, bestimmt der Stärkere die Regeln.
Bezeichnend: Für Bundeskanzler Merz ist die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes in Venezuela „komplex“, für Bundesaußenminister Wadephul bedarf die Situation einer genauen Analyse, da Präsident Maduro ein verbrecherisches System anführt. All das gibt den USA aber nicht das Recht, einen souveränen Staat zu überfallen und das Staatsoberhaupt zu entführen. Die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin Machado hat sich bei Präsident Trump für den Militäreinsatz mit vielen toten Personenschützern und Zivilisten bedankt – er hätte den Friedensnobelpreis verdient! Deshalb übergab sie ihm medienwirksam ihre kürzlich erhaltene Nobelpreis-Medaille. Vielleicht sollte man in Zukunft über einen Kriegsnobelpreis nachdenken?! Krieg eint schließlich das Volk gegen äußere Feinde, verhindert internen Aufstand und sichert so den Frieden der Diktatur nach innen (Orwell)! Die Vergabe dürfte allerdings schwierig sein, da es allein in der EU schon viele kriegssüchtige Kandidaten gibt!
Dr. H.-J. Graubaum
KI darf uns nicht das Denken abnehmen
Ich begleite Trauer. Warum werde ich nach KI gefragt? Ist es okay, wenn die Trauerrede um Sie persönlich geht – oder möchten Sie lieber mit einer KI ein Interview vereinbaren?
Alles begann mit einem kleinen Artikel mit Werbecharakter. Ein Text, den ich an den Verleger Michael Hauke geschickt habe, um meine Arbeit zu beschreiben – meine Facetten, mein Sinn. So nach dem Motto: Wenn ich mich erst einmal vorstellen darf. Doch, es kam anders. Ich beginne ganz von vorn.
Mein Name ist Tatjana Witte. Ich arbeite aus der Haltung einer sogenannten Sterbeamme heraus. Das bedeutet: Ich begleite Menschen durch Gespräche, mit einer warmen Hand, in ihrem Sterbeprozess oder im hohen Alter– nicht im pflegerischen oder medizinischen Sinne, sondern im emotionalen Bereich.
Ich schreibe gemeinsam mit Menschen ihre eigene Abschiedsrede. Worte, die sie selbst wählen. Gedanken, die gesagt werden wollen. Diese Rede trage ich – wenn es gewünscht ist – am Tag des Abschieds vor. Gleichzeitig bin ich Trauerrednerin im klassischen Sinne, Biografin und Lehrkraft. Mein Wissen rund um Trauer, Trauerforschung und Emotionsregulation gebe ich weiter.
Wie ich dazu gekommen bin?
Der erste Weg war eine Beobachtung im Alltag. Sie zeigte mir, dass viele Menschen ihre Geschichte in sich tragen – sie erzählen sie nur nicht. Nicht, weil sie nichts zu sagen hätten. Sondern weil ihnen selten jemand wirklich zuhört.
Der zweite Weg entstand aus meiner beruflichen Erfahrung. Ich habe viele Jahre als Coach gearbeitet und Menschen begleitet, die an ganz unterschiedlichen Stellen ihres Lebens standen. Immer wieder konnte ich beobachten: Menschen können andere sehr gut beschreiben. Ihre eigene Geschichte zu erzählen, fällt ihnen dagegen schwer – besonders dann, wenn es um Emotionen, Hindernisse und Grenzen geht. Eine meiner wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Zeit ist:
Trauer hat keinen Stecker. Man kann keinen ziehen. Man kann Trauer nicht abarbeiten. Und man muss sie niemandem erklären. Trauer kommt und geht. Sie verändert sich.
Manchmal ist sie schwer. Manchmal überraschend leicht. Und manchmal – ja – ist sogar Humor da. Auch der darf sein.
Was darf noch sein? Ist es okay, wenn ich nicht weine? Ist es okay, wenn ich zu Party gehe und wild tanze? Eher Schweiß anstelle Tränen fließt? Ist es okay, wenn ich mich frage, wer jetzt eigentlich den Rasen mäht? Oder mein Fahrrad repariert? Ich sage „Ja“, denn für Trauer gibt es keine Verhaltensdefinition.
Was ich mir wünsche, ist Anerkennung dafür, wie Menschen trauern – ohne Bewertung und ohne kluge Ratschläge. Wie wäre es, sich einfach gegenüber zu sitzen und zu schweigen? Oder zu fragen: Was brauchst du gerade von mir?
Mein Tipp: Üben Sie mal, nichts zu sagen. Einfach nur da zu sein. Diese Erkenntnisse habe ich nicht aus Büchern.
Sondern von uns.Vom Miteinander. Von Menschen um uns herum. Von Beziehungen. Alles davon ist Trauer.
Und dann kam diese Frage: „Frau Witte, mal ganz ehrlich, war KI an der Entstehung des Artikels beteiligt?“ Die Frage war das Zünglein an der Waage, denn ich habe sehr früh gelernt, was Sprache bedeutet.
Als Kind in der DDR habe ich aus Kindermund berichtet. Ich habe politisch treue Gedichte vorgetragen, während Honeckers Bilder an den Wänden hingen. Ich stand vorne, sprach Texte, die erwartet wurden, und erntete Beifall – wahrscheinlich für meinen Mut, den Schwachsinn vorzutragen.
Ich schrieb meiner Mutter fast täglich Liebesgedichte. Sie war Lehrerin. Sie korrigierte sie mit rotem Stift. Auch das gehört zu mir. Eines habe ich dabei nie verloren: Ich schaue Menschen genau an. Nicht nach Schönheit, sondern nach Reaktion. In die Augen. Auf den Mund. Auf Mimik und Gestik. Ich sehe, wenn etwas nicht stimmt, wenn das Gesagte nicht zum Gesicht passt. Wenn etwas stockt. Wenn etwas gesagt werden will – oder besser nicht. Das habe ich mir nicht aus Büchern geholt. Das habe ich mir erarbeitet. Das bin ich. Ich kann vieles nicht.
Ich weiß oft nicht, wo bei Sympathie das H hinkommt. Ich bin keine Leichtathletin. Ich kann Länder nicht immer richtig zuordnen.
Aber das hier kann ich.
Und genau deshalb macht mich der Gedanke wütend, dass man das, was Menschen wie ich über Jahre aufgebaut haben, plötzlich als ersetzbar betrachtet. Als wäre Wahrnehmung nur ein technischer Vorgang. Als ließen sich Beziehung, Gespür und Erfahrung an KI delegieren.
Ich bin keine Gegnerin von KI.
KI ist ein Instrument. Sie ist da. Und wir müssen lernen, damit umzugehen. Sie darf mir Arbeit erleichtern. Sie darf mir Protokolle schreiben. Sie darf E-Mails an Stromanbieter, Telekom und Co. formulieren. Sie darf mir nach einer wilden Partynacht schnell in der S-Bahn meinen Unterricht vorbereiten.
Aber sie darf mir nicht mein Denken abnehmen und andere mir das nicht absprechen. Nicht mein ICH. Und sie darf mir keine Gefühle der anderen vorschlagen. Was ich tue, passiert zwischen Menschen. Zwischen Ihnen und mir.
Genau dort beginnt meine Arbeit. Und genau dort endet die Zuständigkeit von Maschinen – von KI.
Tatjana Witte
Interessante Zeiten
Sehr geehrter Herr Hauke,
„mögest du in interessanten Zeiten leben!“ ist ein böser Spruch, der den alten Chinesen zugeschrieben wird, in Wahrheit aber vermutlich von Chamberlain stammt. Das Heimtückische daran ist, dass „interessante Zeiten“ keine guten Zeiten sein müssen. Genauso ist es auch heute. Die Geschichte ist voller Beispiele, was geschieht, wenn Völker sich von unfähigen oder gar böswilligen Führern beherrschen lassen: Sie gehen unter.
Im Moment erleben wir den Untergang von Institutionen, die lange als unverwundbar galten: die Europäische Union, die NATO, sogar die UNO. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sich die Apparate verselbständigt und von ihren ursprünglichen Aufgaben entfernt haben. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Korrupte Führer haben sich auch von schwerreichen Hinterleuten gern vereinnahmen lassen, die ihre eigenen Interessen verfolgen.
Die UNO, einst zur Wahrung des Weltfriedens geschaffen, hat schon lange keinen Frieden mehr vermittelt. Statt sich darum zu kümmern, befasst sie sich lieber mit der „Agenda 2030“, einem ganzen Bündel wohlklingender „Ziele“, die einzelnen Akteuren märchenhafte Profite bescheren und dem Rest der Menschheit schwer schaden. Darin geht es z.B. um „Klimaschutz“, „Nachhaltigkeit“, Kontrolle der öffentlichen Meinung und – über die besonders korrupte WHO –um „Gesundheit“ (also die Vermarktung fragwürdiger Pharmaprodukte). Nichts davon entspricht dem Auftrag der Weltorganisation, die sich damit gar zur – demokratisch durch nichts, gar nichts legitimierten „Weltregierung“ aufschwingen möchte. Nichts davon ist in der vorliegenden Form sinnvoll, indes für einzelne Finanzakteure extrem profitabel. Zu diesem Zweck hat die UNO vor einiger Zeit gar ein Partnerschaftsabkommen mit dem WEF, also dem Club der Superreichen unter Führung von BlackRock, als „Public Private Partnership“ (PPP) geschlossen. Das sagt eigentlich alles. Die WHO wird zu über 80% von Privatunternehmen gesponsert – und betrieben, maßt sich aber an, um nur ein Beispiel zu nennen, Bürger und Staaten unter dem Deckmantel der „Pandemievorsorge“ zu bevormunden. Ihrem Großsponsor William („Bill“) Gates zuliebe setzt sie den Schwerpunkt ihrer Ressourcen für „Impfprogramme“ ein, obwohl schon lange bewiesen ist, dass andere, günstigere Maßnahmen wie die Bereitstellung sauberen Wassers viel positivere Gesundheitseffekte hätten. Aber damit lässt sich für Gates & Co. zu wenig Profit erwirtschaften, also unterbleibt es, obwohl man damit viele Menschenleben retten könnte. Die WHO in ihrer heutigen Form ist nichts anderes als eine kriminelle Vereinigung, die Millionen Opfer verursacht, damit einzelne sehr reich werden.
Bei einer PPP werden öffentliche Güter ohne Zustimmung der betroffenen Völker und ohne demokratische Kontrolle (Stichwort „Geschäftsgeheimnisse“) an gierige Heuschrecken privatisiert, ohne dass diese substantielle Gegenleistungen erbringen müssten. Das einmal verspielte Vertrauen in die UNO ist unwiederbringlich verloren. Welchen Stellenwert die UNO heute noch hat, kann man neben vielen anderen Indizien an der Personalie Annalena Baerbock sehen. Wer solche Fachkräfte an die UN-Spitze entsendet, nimmt diese Institution offensichtlich nicht mehr ernst und wer in der UN-Vollversammlung für solches Personal stimmt, also eine Mehrheit der Staaten, nimmt die UNO ebenso wenig ernst. Das war vor wenigen Jahren noch anders. Das Geheul der Heuchler über Trumps „Board of Peace“, eine Art Gegen-UNO, zweifellos eine Schnapsidee und in vielerlei Hinsicht problematisch, ist entlarvend. Denn wenn die UNO ihre eigentlichen Aufgaben erfüllen würde, statt sich zum Diener superreicher Einflüsterer zu machen, wäre für eine „Gegen-UNO“ gar kein Raum. So ist es auch im Kleinen: Würden die etablierten Parteien in Deutschland Politik für normale Deutsche machen, bräuchte es keine AfD – und gäbe es auch keine.
Wenn wir auf EU und NATO schauen, ergibt sich ein ganz ähnliches Bild. Die EU, einst gegründet, um Wohlstand und Frieden (und zweifellos auch Profite) zu sichern, beschäftigt sich, ganz ähnlich wie die UNO, mit allem Möglichen, mit der (albernen) „Rettung des Weltklimas“, mit der Beschaffung von schädlichen Pharmaprodukten, mit Aufrüstung, mit Medienzensur, mit der Bekämpfung Chinas und sogar der USA – und nichts davon entspricht ihrem Auftrag.
Nichts davon schafft Wohlstand, sondern vernichtet ihn, nichts davon schafft Frieden, sondern gefährdet ihn, und nichts davon sichert Profite, außer für eine winzige, überwiegend in den USA ansässige Minderheit. Und auch hier zeigt sich die verlorene Wertschätzung gegenüber dieser Organisation überdeutlich in einer Personalie: An die Spitze der EU-Kommission wurde ausgerechnet Ursula von der Leyen gesetzt, eine Frau, die bisher in jedem ihr anvertrauten Amt unter Zurücklassung riesiger Schäden krachend gescheitert ist, und die außer Intrigieren über keinerlei nennenswerte Fähigkeiten verfügt. Auch die EU muss und wird unter solchen Vorzeichen zwangsläufig untergehen. Und das ist, so behaupte ich, von den Drahtziehern im Hintergrund auch gewollt: Sobald die EU-Länder verarmt und ausgeplündert sind, um Billionen in private Taschen zu transferieren, wird man sie fallenlassen und sich neue Opfer suchen. Was mit der Ukraine geschehen ist, droht auch uns. Sobald sich nichts mehr herausholen lässt, wird sie sich selbst überlassen, mit Problemen, die sie ohne ihre „Unterstützer“ gar nicht hätte. Trump hat es vorgemacht.
Und auch die NATO hat längst diesen Weg genommen. Nach dem Ende des Kalten Krieges durch Wegfall des Gegners eigentlich überflüssig geworden, hat sie sich einfach neue Feinde gesucht – oder zu großen Teilen sogar selbst geschaffen, führt „Missionen“ (also Angriffskriege) in aller Welt durch und ist – außer als ständige Verkaufsveranstaltung für US-amerikanische Waffen –so überflüssig wie ein Kropf. Trump hat die Umsätze kurz vor dem Finale noch einmal angekurbelt („5%-Ziel“), danach kann man die NATO auflösen, niemand braucht sie. Und auch hier zeigt sich der Niedergang im Führungspersonal: Von ihren jeweiligen Völkern krachend abgewählte Second-Hand-Politiker, Rutte und sein Vorgänger Stoltenberg als besonders üble Beispiele, werden an die NATO-Spitze abgeschoben, um für ihren „Daddy“ (Rutte über Trump) Geschäfte zu machen, die unseren Frieden gefährden.
Wir leben wahrlich in interessanten Zeiten.
Bleiben Sie bei Verstand und zahlen Sie stets bar,
Dr. H. Demanowski
Weisungshörig und stramm auf Linie
Alle Achtung, lieber Herr Hauke, Corona ist zwar (ruhmlose) Vergangenheit, aber Sie bleiben an der unbewältigten Sache dran, die uns heute zeigt, was die Administratorengruppe (genannt Regierung und Parlament) sich alles zutraute und letztlich bewies: Demokratie? Wir pfeifen drauf!
Sie nahmen sich offenbar die Zeit und hörten sich an, was die impfverweigernde Ärztin Frau Dr. Martina Herrmann aus Potsdam in den Wirren der Pandemiezeit konkret vor Ort erlebte (Praxis verloren, Abrechnungsschikanen, fünfstellige Honorarrückforderungen…)
Die deutsche Intelligenz zeigte sich total weisungshörig (Landesärztekammer, Kassenärztliche Vereinigung) und stramm auf Linie. Sahra Wagenknecht hatte damals öffentlich verkündet, sie warte auf den Impfstoff, der so hergestellt würde wie üblich seit Jahrzehnten der alljährliche Grippeimpfstoff. Bei der Europäischen Impfstoffzulassungsstelle lagen zwei Anträge (dieser Art) aus Russland vor und zwei aus China – sie sind bis heute meines Wissens ohne „Rückantwort“. Ich hatte damals (Februar/März 2020) meiner Zeitung, der „Jungen Welt“, einen Artikel angeboten, bei dessen Titelgebung der Trend offensichtlich ist: Mitinfiziert, mitinjiziert, mitriskiert. Die Redaktion bestätigte nicht einmal den Eingang des Angebots. Die Zeiten von naturwissenschaftlicher Souveränität eines Autorenduos Maxeiner/Miersch (WELT, Focus) waren bei ihnen leider nicht zu Hause. Ein gewisser Herr Steinmeier verlieh für den nicht offiziell zugelassen neuartigen Impfstoff den Nationalpreis an das Ehepaar aus Mainz. Für einen großangelegten, weltweiten Menschenversuch! Schließlich sagt ja auch die Tatsache, dass man aufgrund von nicht nachlassenden Forderungen wenigstens eine Enquetekommission eingerichtet hat (statt eines mit viel mehr Vollmachten ausgestatteten Untersuchungsausschusses), in der im Übrigen die volle Arroganz eines Herrn Spahn zu bewundern war und selbst da bei weitem nicht alles auf dem Tisch lag. Das ist übrigens bemerkenswerterweise eine generelle Abwehrtaktik unserer Politiker und ihnen nachfolgender Medien. ARD und ZDF können Sie als Nachrichtengeber fast völlig vergessen. Sie stellen bei Meldungen über die Welt lieber einen Brand in einer Disco in der Schweiz vollumfänglich dar oder verunglückte Hochgeschwindigkeitszüge in Spanien oder ungewöhnlich hohe Schneewehen groß heraus. Wir sind also staatsoffiziell gezwungen, woanders, alternativ zu erfahren, was die Welt im Innersten (nicht) zusammenhält. Bei aller gebotenen Vorsicht, ob es denn fakearme News seien, begegnet man dann aber doch Meldungen von Relevanz.
Vor allem massenhaft treten Youtube-Kanäle auf wie Markus Weber, Patriotischer Kompass, Klartext-Debatte, Krisen-Radar, Ost-West-Report, Politik Heute, Militärischer Blick, Michael Goldmann, Krieg & Menschlichkeit usw. Was da alles an uns ranbrandet könnte sich verdichten zu: Putin macht ernst mit der Mahnung, wenn Soldaten, die dem NATO-Bündnis angehören, das umkämpfte ukrainische Territorium betreten, betrachten wir sie als feindliche Verbände. Haben die Russen das spektakulär in der Neujahrsnacht vor Odessa in 12 Minuten bei Starokostantinjciv verwirklicht? 50 Offiziere der Bundeswehr? Kommandobunker? Mirage, F35? Technik im Wert von 5 Milliarden? Andere orakeln, es seien 500 französische Militärs betroffen. Die Briten vermissen in dieser Kampfzone 50 000 Mann? Alles Panikmache? Fantasien? Oder halten alle offiziellen Agenturen dicht und uns uninformiert außen vor? Wir würden ja Hoffnung schöpfen, das 4-jährige Gemetzel ginge endlich zu Ende? Die Russen ziehen leider konsequent durch: Luftraum gesperrt, alle EU-Botschafter ausgewiesen, 2+4-Vertrag aufgekündigt, Reparationsfrage neu aufgeworfen? Das müssen wir alles nicht erfahren? Man hält uns trotz rasanter Entwicklungen uninformiert, doof? Der arrogante Westverbundene will seine Fehlleistungen, Niederlage nicht wahrhaben? Seine Parole ist noch immer: Schlitzohrigkeit und Gewaltlust regieren die Welt. Vielleicht haben wir aber Glück, und Russlands Besonnenheit und Einfallsreichtum (Kinshall und so) retten uns.
Frank Schubert
Die Leute testen sich immer noch…
Ich habe heute die neue Ausgabe Ihrer Zeitung erhalten und mit einem Mal durchgelesen, wie immer.
Es grenzt schon an Wahnsinn, dass die hartnäckigen Erkältungssymptome, die gerade zu beobachten sind von nicht wenigen als immer noch vorhandenes Coronavirus bezeichnet werden. Bekannte haben sich in der Vorweihnachtszeit getestet und festgestellt, dass sie Corona-positiv sind.
Meine Frau und ich sind angesichts dessen schon fast am Verzweifeln. Leider geht das auch durch alle Schichten, hat mit Intelligenz absolut nichts zu tun. Am schlimmsten finden wir aber, dass die verantwortlichen Politiker immer noch verteidigt werden. Stockholm-Syndrom!
Was mich persönlich ängstigt ist, die Aggressivität die einige Mitbürger an den Tag legen. Es geht nur noch ums Rechthaben.
Dem Hauke-Verlag wünsche ich alles Gute und vor allem Durchhaltevermögen.
Frank Gerlach
Was geschieht im Erdinneren wirklich?
Lieber Herr Hauke,
ich möchte mich noch einmal an Sie wenden, da mir das Thema „Klima und Naturkatastrophen“ sehr auf dem Herzen liegt.
Der Vulkan Kilauea, Hawaii, spuckt 500m hohe Lavafontänen. Was müssen das für gigantische Drücke sein, die diese Lavamassen in den Himmel schleudern!! Die Gase, die diese Drücke ermöglichen, sind hauptsächlich Wasserdampf, CO2 und Methan. Diese Gase werden ständig im Erdinneren neu gebildet, denn der Vulkan bricht ja immer wieder erneut aus. Erdgas und Erdöl sind keine fossilen Brennstoffe, denn die entsprechenden Reservoire in der Erdkruste werden immer wieder neu gefüllt.
Erdgas ist der sauberste Brennstoff, den es gibt, und wir sollten Gott dankbar sein, dass Er dieses Produkt seiner Schöpfung zur Verfügung stellt.
Die Wetterkapriolen, über die so viel gejammert wird, entstehen nicht durch einen menschengemachten Klimawandel, sondern sind allein auf die Sonnenaktivität zurückzuführen. Die riesige elektromagnetische Kraft der Sonne beeinflusst die Erdatmosphäre in starker Weise, und die Menschen haben letztendlich keine Ahnung, was alles genau in der Atmosphäre oder auch im Erdinneren passiert.
Der Einzige, der Bescheid weiß, ist der Schöpfer, der auch die Sonne lenkt und leitet. Jesus Christus, dem alle Macht im Himmel und auf Erden gegeben ist, hat darauf hingewiesen, was vor seinem Kommen passieren wird: „Es werden geschehen große Erdbeben, Pestilenz und teure Zeit; auch werden Schrecknisse und große Zeichen vom Himmel geschehen.“ (siehe Lukas 21,11).
Die Polarlichter, die jetzt des Öfteren bis weit in den Süden zu sehen sind und die durch die gewaltige Sonnenaktivität entstehen, sind auch solch ein Zeichen vom Himmel. Gott möchte mit diesen Zeichen die Menschen zur Umkehr aufrufen. Wir sollen den Schöpfer ehren und nicht die Menschen. Die Menschen sollten demütig werden und den Herrn Jesus Christus um Vergebung ihrer Schuld, ihres Hochmutes, ihrer Eigenliebe, bitten und die Vergebung der Schuld, die uns durch Christi Blut angeboten wird, annehmen.
Das tägliche Wetter ist damit ganz häufig ein Bußruf Gottes an uns Menschen. Gott ist geduldig und langmütig und möchte, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen (siehe 1.Timotheus 2,4).
Lieber Herr Hauke , Gott liebt Sie und möchte auch, dass Sie nicht verloren gehen, sondern einstmals ewiges Leben in seinem Himmelreich haben. Jesus Christus ist der Weltenrichter! Alles hängt von unserer persönlichen Entscheidung ab, ob wir zu Jesus Christus gehören wollen oder nicht.
In diesem Sinne wünsche Ihnen eine gesegnete Woche und grüße mit Psalm 46 recht herzlich.
Dorothea Meißner
Weiter so!
Sehr geehrter Herr Knaupp,
ich habe mal wieder Ihre Zeitung lesen können und wollte Ihnen mitteilen, dass ich mich sehr darüber gefreut habe.
Vor zwölf Jahren bin ich von Erkner nach Eisenhüttenstadt gezogen. Vorher habe ich viele Jahre in Erkner gearbeitet und gelebt. „Kümmels Anzeiger“ habe ich von Anfang an gerne gelesen. Bitte weiter so: ehrlich, witzig und informativ.
Bequem sein kann fast jeder. Leider sind viele Menschen so manipuliert und so politik-gläubig, da würde sich selbst der Papst freuen. Ihre Artikel öffnen hoffentlich immer mehr Menschen die Augen und regen sie an, ihren Verstand einzusetzen und Fragen zu stellen. Es ist für mich immer wieder verwunderlich, dass einfache logische Zusammenhänge nicht gesehen werden.
Lassen Sie sich bitte nicht unterkriegen. Also, bitte weiter so.
Marina Berger-Zylla
Frühling, Sommer, Herbst und Winter
Ich weiß nicht woran es liegt, aber ich habe das Gefühl, wir haben vergessen, was in den vier Jahreszeiten passiert.
Oft denke ich: hatten wir in der DDR anderes Wetter als im Westen?
Im Sommer erzählte man uns zu trocken, zu heiß, zu wenig Regen, aber man sprach vom Jahrhundertsommer. Hm. Was soll man dazu sagen.
War ich in der Zeit im Dornröschenschlaf? Ich fand es weder zu heiß noch zu trocken, es regnete auch oft.
Jetzt haben wir Winter.
Wir verbreiten Panik, weil es mal schneit. Stehen auf dem Thermometer mal Minusgrade, sind wir kurz vorm Erfrieren. Ich erinnere mich da an früher, wo der Schnee zu Bergen am Straßenrand lag.
Die Kinder freut es, weil sie Schlittenfahren können, eine Schneeballschlacht machen und mit ihren Freunden Schneemänner bauen dürfen. Und wenn es sehr frostig ist, kann man Schlittschuh fahren oder auf dem See spazieren. Um es nochmals klarzustellen: es ist Winter! Es ist kein Jahrhundertwinter, es ist einfach nur die Jahreszeit Winter.
Das Schlimme, wir sind einfach nie darauf vorbereitet, obwohl jeder weiß, wann der Winter beginnt und wann er endet. Wir fallen aus allen Wolken, wenn eine Schneeflocke fällt.
Was sagt uns das? Entweder vergessen wir oder wollen uns nicht mehr erinnern.
Es ist wie mit allem: viel Geschrei und nichts dahinter.
Bei den heutigen Wetterberichten verfalle ich in Schockstarre. Ich weiß, dass dann wieder nichts geht, nicht wegen Schnee und Kälte, nein wegen der Miesmacherei und der fehlenden Vorbereitungen.
Also: Jahreszeiten können wir scheinbar auch nicht mehr.
Heidemarie Gräser
Der Regenwald ist hier!
Im November 2025 fand in Brasilien die 30. Weltklimakonferenz statt. Circa 200 Staaten waren vertreten, von bis zu 50.000 Teilnehmern wird berichtet. Eindrucksvoll. Die Themen kann man wie immer zusammenfassen: Kampf gegen die Erderwärmung, Schutz des Regenwaldes, Erhaltung der Artenvielfalt, Ächtung fossiler Brennstoffe bei gleichzeitigem Ausbau sogenannter erneuerbarer Energien, Finanzierung der dafür erforderlichen Maßnahmen. Die Ergebnisse waren wenig überraschend eher bescheiden. Aber ich will nicht über den Sinn oder Unsinn solcher Großveranstaltungen und den damit verbundenen Medienrummel richten.
Blicken wir doch einfach vor die eigene Haustür.
Wer die B246 von Fünfeichen nach Eisenhüttenstadt entlangfährt, kann auf der Hälfte des Wegs rechter Hand umfangreiches Baugeschehen feststellen. Hier wird eine riesige Schneise in den Wald geschlagen, aber nur einen Bruchteil der Abholzungen kann man von der Straße aus sehen. Es handelt sich um den Ausbau von Standorten neuer Windkraftanlagen und entsprechende Zuwegungen für das Vorranggebiet 38 mit einer Größe von über 247 ha. Da die Kreisstraße von Fünfeichen nach Diehlo für Windanlagen-Schwertransporte nicht geeignet ist, rodet man eben einfach mal so den Wald. Man muss bedenken, dass dieser als kompaktes Biotop nicht nur durch die Trassen, sondern auch durch verstärkte Sonneneinstrahlung an den nun freigelegten Rändern und den absinkenden Grundwasserspiegel in Gänze geschädigt wird. Von welchem Ausmaß der Waldvernichtung wir hier sprechen, haben engagierte Bürger mit modernen technischen Mitteln eindrucksvoll dokumentiert.
Wofür dieser Kahlschlag (?) – für einen konfusen und ideologiegetriebenen Ausstieg aus der konventionellen Energiegewinnung durch fossile Brennstoffe und Atomkraftwerke.
Dabei spielen Logik (Zappelstrom ohne ausreichende Speicher- und Netzkapazität), wissenschaftliche Erkenntnisse (Photosynthese, Energieerhaltungssatz) oder gar Bewahrung der Schutzgüter (Mensch, Natur) zunehmend eine untergeordnete Rolle.
Wo waren denn die Pappschild tragenden „Aktivisten“, die Asphaltfetischisten und Maschinenstürmer, die steuergeldfinanzierten NGOs und die überraschend vitalen „Omas“?
Hier hätten sie einen konkreten Beitrag zum Schutz von Mensch und Natur leisten können. Aber das ist wohl nicht ihr Auftrag…
Die Bürgerinitiativen gegen den Windkraftwahn im Schlaubetal und andere engagierte Menschen werden die weitere Entwicklung in unserer Region eng begleiten, nicht nur zum Schutz der Wälder. Bleiben wir wachsam!
Bernd Kochan
Mein Reich in mir
Reich an Willenskraft,
die Neues erschafft.
Reich an Mitgefühl,
das gerne helfen will.
Reich an Worten, die geben Mut,
denn sie sind für alle gut.
Reich an Frieden tief in mir,
strebt bewusst mit dir zum wir.
Reich an innerer Wahrheit,
die übersteht jede Zeit.
Reich an Demut und Bescheidenheit,
All-es ist Teil der Ewigkeit!
Evelyn Regina Fischer


