von Jan Knaupp
So, da bin ich wieder. Nach einer Woche im österreichischen Schnee bin ich jetzt wieder in meiner geliebten brandenburgischen Heimat zurück. Und ich bin erstaunt! Erstaunt, dass wir hier in Deutschland plötzlich zur Winterzeit auch wirklich Winterwetter haben. Dabei dürfte es den Winter doch eigentlich gar nicht mehr geben.
Schon seit vielen Jahren erklären uns hysterische Klimaexperten und aufgeregte Wetterfrösche gebetsmühlenartig, dass durch die Klimaerwärmung klirrend kalte Winter der Vergangenheit angehören, dass wir uns mangels Minusgraden in den Wintermonaten die teuer erstandenen baumwollenen Unterhöschen vollschwitzen müssen. Und jetzt? Seit Wochen frieren wir uns hier den Allerwertesten ab. An der Nase bilden sich bei Freiluftaktivitäten lustig klimpernde Eiszapfen, dicke Schafwollsocken, handgestrickte Alpakaleibchen und kaukasische Biberfelltschapkas haben Hochkonjunktur. Plötzlich gibt es im Winter Eis und Schnee. Die Klimaindustrie ist fassungslos, das passt nicht ins Konzept. Wie soll man denn den Menschen die todbringende Klimaerwärmung als einzige Wahrheit verkaufen, wenn sich die jeweils aktuelle Wetterlage nicht als katastrophales Weltuntergangsszenario präsentiert? Dabei wird doch seit Jahrzehnten hart daran gearbeitet, dass fragwürdige politische und wirtschaftliche Klimaschutzmaßnahmen von der Bevölkerung widerstandslos in Kauf genommen werden, dass die Steuerzahler die sogenannte Klimarettung bereitwillig bezahlen. Das geht nur, wenn man Angst schürt – Klimaangst.
Schon seit Jahrzehnten prophezeien uns klimahysterische Wissenschaftler, grüne Technologie- und Industriekonzerne und Umwelt-NGOs den baldigen Untergang der Menschheit und profitieren wirtschaftlich in riesigen Ausmaßen von dieser Panikmache. Schon im Jahr 2000 wurde von Deutschlands hochgelobten Klimaexperten Numero Uno, Mojib Latif vom Hamburger Max-Planck-Institut, kurzerhand entschieden und öffentlich gemacht, dass es Winter mit Frost und Schnee in unseren Breiten nicht mehr geben werde. Aber das Wetter schert sich einen Dreck um die Einschüchterungsversuche und den Alarmismus der Klimaangstprofiteure. So ein Mist!
Apropos Kälte. Haben Sie sich eigentlich auch gewundert, wie medial und politisch mit dem linksextremistischen Terroranschlag auf die Berliner Stromversorgung vom 3. Januar 2026 umgegangen wurde? Ich meine diesen Anschlag, nach dem bei eisiger Kälte plötzlich etwa 45.000 Haushalte und ca. 2.000 Unternehmen tagelang ohne Strom waren. Ich meine diesen Brandanschlag, von dem ca. 100.000 Menschen betroffen waren. Ich meine diesen Terrorakt, bei dem die Gefährdung von Gesundheit und Leben auch von Kleinkindern, Rentnern und Kranken aus ideologischen Gründen von den Tätern bewusst in Kauf genommen wurde.
Irgendwie ist es doch im Januar sehr schnell sehr ruhig um dieses Terrorevent geworden. Hätte man nicht die medialen Vorwürfe zum „Tennisskandal“ des Berliner Bürgermeisters abdrucken können, dann wären einige der bekannten Mainstream-Gazetten wohl noch leiser gewesen. Auch die anderen politisch korrekten Akteure, die linksgrünen NGOs, die Spitze der Bundesregierung und selbst die Verfassungsschützer waren auffällig ruhig. Ich denke, man schien nicht richtig gewusst zu haben, wie man mit einem linken Bekennerschreiben umzugehen hat. Wenn man doch wenigstens dem Russen die Schuld in die Schuhe hätte schieben können. Aber dass der Anschlag nun aus der linken Ecke kam, dass also sonst so gute Linke plötzlich so böse Sachen machen, das passte wohl so gar nicht ins Konzept und sorgte für maximale Verwirrung.
Erst am 27.01.2026 hat sich die Bundesregierung durch Bundesinnenminister Dobrindt in einer offiziellen Stellungnahme dazu geäußert, hat Handlungsbereitschaft signalisiert und eine Millionen-Euro-Belohnung vom Bund zur Ergreifung der Täter in den Raum gestellt.
Jetzt stellen wir uns doch mal vor, das Bekennerschreiben wäre nicht von links, sondern von einer rechten Gruppierung gekommen. Na dann hätte hier ganz sicher zeitnah die Hütte gebrannt! Aufrichtig erzürnt und mit aller Härte wäre man dann gegen diese akute Gefahr für unsere Demokratie vorgegangen. Mit Schaum vor dem Mund wären dann bestimmt die staatlich finanzierten „Omas gegen Rechts“ zusammen mit militanten selbsternannten Antifaschisten, der Amadeu Antonio Stiftung, mit Luisa Neubauer und ihren zornigen Wochenendfeministinnen sowie mit einer wutschnaubenden Claudia Roth und der ewig empörten Karin Göring-Eckhardt wieder lautstark durch die Großstadtstraßen gezottelt. In ARD und ZDF wären wahrscheinlich wochenlang zwangsfinanzierte Sondersendungen ausgestrahlt worden, in denen die Vorzeigeprotagonisten des ÖRR, Hayali und Böhmermann, Gift und Galle gespuckt hätten. Merz und Steinmeier hätten zum hunderttausendsten Mal die einsturzgefährdete Brandmauer beschworen und Correctiv hätte mal wieder politisch korrekt recherchiert. Linke Kampagnenorganisationen wären mit ihrer Meinungsmache auf Hochtouren gelaufen, der Staatsschutz hätte verdächtig aussehende alte weiße Männer in Schlafanzügen aus ihren Betten getrieben und das Hissen von Deutschlandfahnen wäre wohl als verfassungsfeindlich verboten worden. Hundertschaften von Polizei, die GSG 9 und andere Eliteeinheiten hätten in gepanzerten Kampffahrzeugen das Land nach Tatverdächtigen durchkämmt und wahrscheinlich wären sogar alte Stasi-Agenten wieder als inoffizielle Mitarbeiter aktiviert worden.
Aber daraus wurde ja nun nichts. Die Terroristen kamen aus der politisch linken Ecke. Und dass gute Linke böse Sachen machen, das passt so gar nicht ins Konzept. So ein Mist!


