+++ Pendlerparkplatz wird stark verkleinert +++ Keine Parkplätze mehr in der Friedrichstraße +++ Innenstadt und P+R-Parkplatz werden gebührenpflichtig +++
Die Stadtverwaltung Erkner hat ein Parkraumkonzept entwickeln lassen, das es in sich hat. Insgesamt sollen 151 Parkplätze abgeschafft werden. Der Rest soll gebührenpflichtig werden.
Für Pendler ist die Situation jetzt schon schwierig. Sollte das Parkraumkonzept nach der Bürgermeisterwahl in die Tat umgesetzt werden, wonach es bislang aussieht, wird die angespannte Parkplatzsituation rund um den Bahnhof und in der Innenstadt noch viel schwieriger werden.
Auf dem Pendlerparkplatz sollen ohne Not 84 PKW-Stellplätze vernichtet werden, obwohl genügend Platz da ist. In der Innenstadt werden zusätzlich 67 Parkplätze verschwinden, und auch die Besucherparkplätze am Rathaus sollen entfallen.
Mit der Verknappung der ohnehin nicht ausreichenden Parkmöglichkeiten am P+R-Parkplatz soll eine „Parkraumbewirtschaftung“ einhergehen. Das heißt: das freie Parken wird der Vergangenheit angehören. Pendler sollen ein Tagesticket (zunächst 1 Euro) oder ein Monatsticket (zunächst 20 Euro) kaufen, um ihr Auto auf dem dann viel kleineren Parkplatz abstellen zu dürfen. Dabei soll es jedoch nur kurze Zeit bleiben. In dem Konzept heißt es: „Mittel- bis langfristig Erhöhung der Gebühr für das Tages- bzw. Monatsticket“.
In der Beuststraße, Ernst-Thälmann-Straße und Wollankstraße soll das Parken zuerst 2 Euro kosten, danach sollen auch diese Parkplätze teurer werden.
Das geht einher mit der Vernichtung der Parkplätze auf der Friedrichstraße. Dort soll kein einziger PKW-Stellplatz übrigbleiben. Dafür wird es breite Radfahrstreifen geben. Nur Behindertenparkplätze werden ausgewiesen. Es werden sowohl die Kunden der Läden betroffen sein als auch die Anwohner der Friedrichstraße. Welche Auswirkungen das auf die wirtschaftliche Situation der Geschäfte haben wird, kann man sich denken. Die Friedrichstraße ist eine der letzten halbwegs intakten Einkaufsstraßen der gesamten Region. Wie lange noch?
Die Parkdauer direkt vor dem Bahnhof wird auf 15 Minuten begrenzt und wohl auch gebührenpflichtig. Bisher sind 30 Minuten mit Parkscheibe erlaubt.
Auch die Ladestraße, die an EDEKA vorbeiführt, soll im nördlichen Teil gebührenpflichtig werden. Eine Flucht zu einem kostenfreien Parkplatz rund um den Bahnhof soll unmöglich gemacht werden. Die Bahnhofssiedlung könnte für Pendler verboten werden. Die Jagd nach einem freien Stellplatz wird zu einer Herausforderung werden.
Das „Parkraumkonzept für die Stadt Erkner“ ist am 29. April vergangenen Jahres erstellt worden, jedoch erst einmal in der Schublade verschwunden. Im Internet gibt es keinen einzigen Treffer dazu. Dem Hauke-Verlag liegt das Konzept in kopierter Form vor. Warum diese Geheimniskrämerei? Könnte es sein, dass dieses „Konzept“, das den Kampf gegen das Auto nach Erkner trägt, die Menschen bei der Bürgermeisterwahl in ihrer Entscheidung verunsichern würde?
Michael Hauke


