Von Michael Hauke
Es tut mir leid, was wir unseren Kindern für ein Land übergeben. Es tut mir regelrecht weh. Das frühzeitige WM-Aus der Nationalmannschaft vor wenigen Wochen hat mir den traurigen Zustand unseres ganzen Landes noch einmal wie unter einem Brennglas vor Augen geführt. Und zwar im Unterschied der Generationen; in welchem Land haben wir gelebt, in welchem werden unsere Kinder leben. Wie kam ich auf diese Gedanken?
Weil man die Leistungen der Nationalmannschaft wie eine Schablone auf das Land legen kann: Nach dem Krieg gab es in Deutschland zeitgleich das „Wunder von Bern“ und das „Wirtschaftswunder“. Es ging danach immer weiter bergauf. Im Fußball etablierten wir uns über Jahrzehnte als Weltmacht. 1990 erlebten wir die Wiedervereinigung und den bereits dritten WM-Titel. Dazu kamen auch noch drei Vizeweltmeisterschaften. Von 2002 bis 2014 waren wir immer unter den ersten Drei. Spieler und Fans sagen: „Die Nummer eins der Welt sind wir!“ Gleichzeitig Exportweltmeister, weltweit geschätzte (und kopierte) Ingenieurskunst.
Dann kam 2015: unbegrenzte, unkontrollierte Zuwanderung und die „Herrschaft des Unrechts“, wie es der damalige bayerische Ministerpräsident und CSU-Vorsitzende Horst Seehofer am 9. Februar 2016 ausdrückte.
Während es bis 2014 noch nie drei Weltturniere hintereinander gab, bei denen Deutschland nicht mindestens einmal im Endspiel stand und die Nationalmannschaft von 1982 bis 1990 immer bis ins Finale kam, trat nach 2015 das genaue Gegenteil ein. Deutschland kam nie wieder über die besten 32 Mannschaften hinaus. Was wir in den USA erlebten, ist der Absturz unvorstellbaren Ausmaßes eines einstigen Fußball-Giganten.
Die Duplizität der Ereignisse ist frappierend. Zeitgleich erleben wir mit dem Abschalten der Kernkraft, dem Boykott russischen Erdgases, der Exekutierung einer Energiewende in die Katastrophe und dem Vertreiben der Leistungsträger ins Ausland eine gezielte Zerstörung des einst weltweit führenden Wirtschaftsstandortes. Parallel wird die Flutung des Landes mit Ausländern aus dem islamischen Teil der Welt fortgesetzt. Die Sozialsysteme sind inzwischen genauso zerstört wie die einst blühende Wirtschaft.
Ein Land, das überall an der Weltspitze stand, ist in allen Bereichen kaputtgemacht worden. Die Nationalmannschaft ist dafür das Symbol. Dass sieben Spieler der Startelf gegen Paraguay einen Migrationshintergrund hatten, belegt die Tendenz seit der Öffnung der Grenzen im Jahr 2015. Beim 2014er WM-Triumph waren es im gesamten Kader nämlich nur zwei.
„Wir haben Platz“, ist die Parole, die jeden willkommen heißt – und Deutschland neben einer gigantischen Kriminalität und einer bis dahin nicht vorstellbaren Gewalt auch noch eine beispiellose Wohnungsnot bescherte.
Aber all unsere Aufnahmebereitschaft hilft uns nicht; international mag uns einfach keiner. Unsere in die Welt getragene Ideologie von was weiß ich wie viel Geschlechtern und dem religionsähnlichen Glauben an die Klimakatastrophe kommen nicht gut an. Und das ist noch vorsichtig ausgedrückt. Die feministische Außenpolitik – von Annalena Baerbock eingeführt und von Johann Wadephul nahtlos fortgesetzt – besorgt den Rest. Alle müssen wir immerzu belehren. Die Nationalmannschaft macht diesen Mumpitz mit. Man denke nur an die zugehaltenen Münder zu WM-Beginn vor vier Jahren, weil wir in Katar unsere geliebte OneLove/LGBTQ-Binde nicht tragen durften.
Die Geschichte vom afrikanischen Toilettenhaus, dessen Standort die deutsche Außenministerin vor Ort eigenhändig bestimmt, passt dazu wie Arsch auf Eimer – um etwas vulgär im Bild zu bleiben. Hinter dem Rücken der Deutschen schüttelt der Rest der Welt den Kopf. Klugscheißer kann eben keiner leiden.
Und so zahlen es uns die anderen Nationen bei jeder Gelegenheit mit Freude heim. Die Aberkennung des vermeintlichen Siegtors in der Verlängerung des Paraguay-Spiels passt genauso dazu wie das nicht geahndete klare Handspiel, das zwei Jahre zuvor das Weiterkommen bei der EM gegen Spanien verhinderte. Scheint so, als hätten viele Länder eine Rechnung mit uns offen.
In der Politik dasselbe Fiasko: kurz vor Beginn der WM verlor Deutschland zum allerersten Mal überhaupt eine Wahl um einen Sitz im UNO-Sicherheitsrat. Hinter Österreich und Portugal landete Deutschland abgeschlagen auf dem letzten Platz. Merz, der angebliche „Außenkanzler“, ist international nur eine Lachnummer. Das hat unsere Nationalmannschaft mit ihm gemeinsam. Nach der Blamage brachte es der Kanzler fertig, folgenden Post auf X abzusetzen: „Auch wenn das Ausscheiden schmerzt. Mit Eurem Einsatz und Teamgeist habt Ihr unser Land begeistert! Wir sind stolz auf Euch!“ So etwas kann nur jemand schreiben, der am Untergang des eigenen Landes Freude empfindet.
Die vielbeschworenen deutschen Tugenden, mit denen wir jahrzehntelang Erfolg hatten, gelten heute als „rechts“ und wurden ersetzt durch Vielfalt und Buntheit, also kurzgesagt: Stärke wurde ersetzt durch Schwäche. Die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas nannte die Deutschen in ihrer Rede zum „Aktionstag Zusammenhalt in Vielfalt“ (was es in Deutschland nicht alles für Aktionstage geben muss!) „einheitsbraun“. Wer ein derart gestörtes, hasserfülltes Bild vom eigenen Volk hat, kann ein Land nur in den Abgrund führen. Und das offensichtlich vorsätzlich und mit „Stolz“.
Liebe Kinder, mein Blick geht zurück in Eure leeren und traurigen Augen in dieser Nacht vom 29. auf den 30. Juni, als selbst der krasse Außenseiter Paraguay eine Nummer zu groß für uns war. Mich erfasste in diesem Moment eine tiefe Traurigkeit.
Was wir erlebten, werdet Ihr nicht erleben. Unwiederbringlich vorbei die Zeit, als die Welt voller Ehrfurcht auf Deutschland blickte und die englische Fußballlegende Gary Lineker erklärte: „Fußball ist ein Spiel, da laufen 22 Männer einem Ball hinterher – und am Ende siegt Deutschland!“ Heute sagt derselbe Gary Lineker: „Deutschland lebt nur noch von seiner Vergangenheit.“ Die spanische Sportzeitung Marca schrieb: „Von Deutschland ist nichts mehr übrig.“ Beides trifft es – und zwar für das ganze Land, nicht nur für den Fußball. Es ist nichts mehr übrig, einfach nichts mehr da von dem, was uns so viele Jahrzehnte in allen Bereichen an die Weltspitze gebracht hatte.
Liebe Kinder, auch früher gab es Krisen, aber danach ging es immer wieder aufwärts. Was wir jetzt erleben, ist keine „Krise“, es ist eine Zerstörung. Die Industrie, die kaputtgeht oder scharenweise abwandert, bekommen wir nicht zurück. Und die Millionen Migranten, die Anspruch auf volle Versorgung und vollen Respekt vor ihrer Kultur haben, bekommen wir nicht mehr raus.
Spätestens die Nachkommen der jetzigen „kulturellen Bereicherung“ werden „Vielfalt“, „Buntheit“ und alles Unislamische beenden. Wer ist dann noch hier? Die Woken mit den bunten Haaren, den kurzen Ponys und der LGBTQ-Flagge im Fenster?
Werdet Ihr noch hier sein, Kinder? Was übergeben wir Euch bloß für ein Land! Es tut mir so leid.
All das ging mir durch den Kopf, als ich Eure leeren und traurigen Augen in dieser Juni-Nacht sah und mir schlagartig klar wurde, dass das Deutschland früherer Zeiten – mein Deutschland – mutwillig zerstört wurde und nicht mehr zurückkommen wird.


