Pro Animale für Tiere in Not e.V. hat erneut Hunde aus der ukrainischen Krisenregion aufgenommen. Am 28. Juli 2026 erreichten 34 gerettete Hunde aus der Region Cherson die Tierherbergen des Vereins in Deutschland – 11 davon das Rendez-vous mit Tieren in Spreenhagen. Unter den in Spreenhagen angekommenen Tieren ist auch Michail, der ein ganz besonderes Schicksal mitbringt: Er lebte als treuer Begleiter bei ukrainischen Soldaten an der Front und wurde bei einem Angriff schwer verletzt. Im Feldlazarett konnte sein Leben gerettet werden, jedoch musste ihm ein Hinterbein amputiert werden und er verlor ein Auge. Nun darf der kriegsversehrte Hund sich im Rendez-vous mit Tieren erholen.
Mit dieser weiteren Rettungsaktion setzt die Organisation ihr langjähriges Engagement für Tiere fort, die unter den Folgen des Krieges leiden. Während sich die öffentliche Berichterstattung überwiegend auf die militärischen Entwicklungen konzentriert, geraten die Schicksale vieler Haustiere oft in den Hintergrund. Zahlreiche Hunde und Katzen haben durch den Krieg ihre Familien verloren und sind in zerstörten Ortschaften zurückgeblieben. Sie kämpfen dort täglich ums Überleben – gegen Hunger, Verletzungen und die Folgen der anhaltenden Kampfhandlungen.
In Zusammenarbeit mit ukrainischen Tierschützerinnen und Tierschützern organisiert Pro Animale regelmäßig Rettungstransporte aus besonders betroffenen Regionen. Seit Kriegsbeginn hat der Verein über 570 Hunde und 80 Katzen aus der Ukraine aufgenommen – die meisten davon aus Cherson.
„Die Situation in Cherson ist dramatisch – die dort verbliebenen Tiere befinden sich ebenso wie die Menschen täglich in akuter Lebensgefahr“, erklärt Natascha Wothke, 2. Vorsitzende von Pro Animale für Tiere in Not e.V. „Obwohl unsere Tierherbergen stark ausgelastet sind, versuchen wir weiterhin zu helfen und Tieren eine Chance auf ein sicheres Leben zu ermöglichen.“

Ankommen, versorgt werden und ein neues Zuhause finden
Nach der langen Reise können sich die Hunde nun zunächst in den Einrichtungen von Pro Animale erholen. Dort werden sie bei Bedarf medizinisch versorgt und Schritt für Schritt wieder an ein Leben in Sicherheit gewöhnt.
„Viele der Hunde haben sehr belastende Erfahrungen gemacht und benötigen Zeit, um Vertrauen zu fassen. Ruhe, Geduld, ein konstanter Tagesablauf und liebevolle Zuwendung stehen deshalb im Mittelpunkt“, so Natascha Wothke.
Sobald die Tiere gesundheitlich und mental stabil sind, beginnt die Suche nach passenden Familien oder Einzelpersonen, die ihnen dauerhaft ein liebevolles Zuhause schenken möchten.
Informationen zur Vermittlung finden Interessierte unter: https://pro-animale.de/tiervermittlung/

Unterstützung macht weitere Rettungen möglich
Die Bergung der Tiere aus dem Kriegsgebiet, der Transport nach Deutschland, die Quarantäne, tierärztliche Behandlungen sowie die tägliche Versorgung verursachen erhebliche Kosten. Da Pro Animale seine Arbeit ausschließlich über Spenden finanziert, ist der Verein auf die Unterstützung engagierter Tierfreundinnen und Tierfreunde angewiesen.
Ob mit einer Spende oder einer Tierpatenschaft – jede Hilfe trägt dazu bei, auch künftig weitere Rettungsaktionen durchführen und den geretteten Tieren eine sichere Zukunft ermöglichen zu können.
Weitere Informationen zu den Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie unter:
https://pro-animale.de/wie-koennen-sie-helfen/
Pro Animale für Tiere in Not e.V.

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