Von Michael Hauke

Freiheit. Sie bedeutet nicht, dass der Mensch alles tun darf, was er will, sondern, dass er nicht tun muss, was er nicht will. Genau deswegen ist die Freiheit das grundlegende Menschenrecht.
Freiheit. Sie ist die Schwester der Wahrheit. Beide sind die Feinde der Lüge und der Knechtschaft. Auch jene zwei sind eng verwandt. Die Knechtschaft baut stets auf der Lüge auf.
Freiheit. Sie war schon immer die Bedrohung für die Herrschenden. Je weniger Freiheit, desto mehr Angst. Je mehr Angst, desto mehr Macht für die Herrschenden.
Freiheit. Was für ein Wort, was für eine Vision!
Und nun kommt die CDU daher und plakatiert im laufenden EU-Wahlkampf genau dieses große Wort, dieses fundamentale Menschenrecht: Freiheit.
„An ihren Taten sollt Ihr sie erkennen“, heißt es in der Bibel bei Johannes. Wenn es um den Wahlslogan einer selbsternannten christlichen Partei geht, dann ist der Blick in die Heilige Schrift Pflicht. Tun wir also, was uns der Evangelist Johannes empfiehlt und messen die Christlich-Demokratische Union nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten. Was ist also die Freiheit der CDU?
Freiheit bedeutet für die CDU mindestens seit 2015, Millionen Menschen unkontrolliert in unser Land zu lassen. Der vorsätzlich importierte Islamismus ist das genaue Gegenteil von Freiheit. Er hasst jede freie Lebensform, was in unmittelbarer Wechselwirkung zur Freiheit der Menschen im aufnehmenden Land steht.
Was ist also mit der Freiheit derer, „die schon länger hier leben“, wie die jahrzehntelange CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin die Einheimischen nannte, um sie nicht „Deutsche“ oder „Deutsches Volk“ nennen zu müssen?
Sie haben die Freiheit, ihre Kinder in Schulen zu geben, vor denen ein Sicherheitsdienst patroulliert und in denen aus Gründen der Vielfalt (!) und Toleranz (!) kein Weihnachten mehr gefeiert werden darf. Sie haben die Freiheit, ihre Kinder zum Koran übertreten zu lassen, damit sie in der Schule keine Mobbingopfer mehr sind. Sie haben die Freiheit, Adventsmärkte zu besuchen, die besser gesichert sind als die eigenen Staatsgrenzen. Sie haben die Freiheit, bestimmte Bereiche in den großen Städten besser nicht mehr zu betreten; Freibäder sowieso nicht. Sie haben die Freiheit, jedem Zugewanderten ein auskömmliches Leben zu finanzieren. Sie haben die Freiheit zuzusehen, wie die eigene Art zu leben im Namen der Vielfalt mehr und mehr verschwinden soll. Sie haben die Freiheit zuzusehen, wie das ganze Land unumkehrbar kippt.
Aber sie haben nicht die Freiheit, diese Zustände zu beklagen. Diese Art von Meinungsfreiheit wären nämlich Hass und Hetze oder „Delegitimierung des Staates“.
Was die CDU unter Freiheit versteht, machte sie den Menschen in ihren letzten beiden Regierungsjahren deutlich. Sie sperrte sie ein. Sie ließ verzweifelte Senioren allein sterben, sie nahm den Kindern ihren kompletten sozialen Halt, sie schloss Spielplätze, Schulen und Kindergärten. Sie erklärte Kinder zur tödlichen Gefahr für Eltern und Großeltern, verbreitete bewusst und ohne jede wissenschaftliche Grundlage Todesangst, wie das geleakte „Panikpapier“ aus dem Innenministerium früh belegte. Sie verhängte Ausgangssperren und untersagte den Menschen jeglichen sozialen Kontakt. Ein Freiluftgefängnis, in dem jeder des anderen Wärter sein sollte. Die Partei, die nun „Freiheit“ plakatiert, schloss Geschäfte und Dienstleister mehr als ein halbes Jahr lang, sie erteilte Berufsverbote, sie ließ Kindergeburtstage, Weihnachtsfeiern und Grillabende von der Polizei auflösen. Sie verbot den Menschen, sich auf Parkbänke zu setzen und nach 22:00 Uhr auf der Straße zu sein. Sie zwang den Menschen ohne jegliche Evidenz eine entwürdigende und gesundheitsschädliche Maske auf.
Die CDU schaffte die Grundrechte, die elementarste Form der Freiheit, „dauerhaft vorübergehend“ (Angela Merkel) ab. Sie ließ Menschen mit dem Grundgesetz in der Hand von der Staatsmacht krankenhausreif prügeln, bis sich der UNO-Folterbeauftragte einschaltete. Sie spaltete die Gesellschaft abgrundtief, indem sie jeden Abweichler und Zweifler zum Rechtsextremisten, Verschwörungstheoretiker oder zum Nazi erklärte. Und sie macht mit der Stigmatisierung und Ausgrenzung auch nach Corona nahtlos weiter. Für die Christlich-Demokratische Union hat sich diese Auslegung des Freiheitsbegriffes offensichtlich bewährt.
Die CDU war es auch, die in ihrer Interpretation von Freiheit Millionen gesunder Menschen aus Restaurants, aus Kinos, aber auch aus ihren Sportvereinen und von ihren Arbeitsplätzen vertrieb. Der totalen Unfreiheit folgte die Erpressung: Du bekommst ein bisschen Freiheit zurück, wenn Du Deine körperliche Unversehrtheit opferst. „Follow the science!“
Die CDU war es, die den Menschen zur tödlichen Gefahr für seine Umgebung erklärte, die versuchte, ihm seine Würde zu nehmen. Sie machte aus freien Bürgern ängstliche, gehorsame Untertanen.
Ich persönlich habe erlebt, wie der CDU-Ortsvorsitzende den Weihnachtsbaum auf dem Marktplatz meines Heimatortes vor den neuen Aussätzigen mit Flatterband absperrte. Zugang zur Tanne nur mit Impfpass! Das ist keine anderthalb Jahre her. In diesem Frühling hängt der brave Parteisoldat nun also das Plakat „Freiheit“ an die Laternen. Befehl ist Befehl. Und jetzt ist eben die Losung „Freiheit“ befohlen.
George Orwell hat in seinem dystopischen Roman „1984“ für diese Art der völligen Begriffsumkehr das Wort „Doppeldenk“ verwendet. In der vergangenen Ausgabe hatte ich als Beispiele dafür die Losungen „Krieg ist Frieden“ und „Unwissenheit ist Stärke“ herausgegriffen, die schon verdammt nah an der Realität sind.
Die dritte Losung aus „1984“ bin ich Ihnen noch schuldig. Sie lautet: „Freiheit ist Sklaverei!“ Angesichts der völligen Umkehr des großen Wertes Freiheit und dass ausgerechnet Angela Merkel ihre Memoiren ebenfalls „Freiheit“ nennt, könnte diese Orwell‘sche Losung tatsächlich eine Erfindung der CDU-Wahlkampfzentrale sein.

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