von Jan Knaupp

So, nun ist auch der Februar 2026 Geschichte. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Zeit von Jahr zu Jahr immer schneller vergeht. Damit höre ich mich jetzt fast schon an, wie meine selige Oma, aber so kommt es mir eben vor. Jedenfalls ist der zweite Monat des Jahres vorbei – mit deutlich mehr Aha-Effekten als noch der Januar.
So zum Beispiel die Olympischen Winterspiele. Der erhoffte Medaillenregen für Deutschland fiel zwar geringer aus als erwünscht, trotzdem hat das Zuschauen Spaß gemacht. Und Sport soll ja auch Spaß machen. Das dachten sich auch viele der Athleten. Schon nach drei Tagen waren die 10.000 kostenlosen Kondome in den Olympischen Dörfern wohl aufgebraucht, und es musste schnellstens für Nachschub gesorgt werden. Bei rund 2.900 Athletinnen und Athleten wirklich eine hervorragende sportliche Leistung – fast schon eine neue olympische Disziplin. Leider noch ohne Medaillenbelohnung. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Die Moral von der Geschicht‘: Wer zu viel poppt, dem reichen die Gummis nicht!
Im Verfahren wegen „Majestätsbeleidigung“ ist es im Februar zu einer Entscheidung durch die Staatsanwaltschaft gekommen. Nachdem ein Rentner in einem Facebook-Post den Kanzler als „Pinocchio“ bezeichnete, wurde er von der Heilbronner Polizei wegen Beleidigung angezeigt. Das sah die Staatsanwaltschaft Heilbronn zum Glück anders, die „Pinocchio“-Kritik an Merz ist zulässig und von der Meinungsfreiheit gedeckt. Wer sich noch an den Wahlkampf des jetzigen Kanzlers erinnern kann, der weiß, dass Friedrich Merz mit seinen Falschaussagen und gebrochenen Wahlversprechungen extrem intensiv seine eigene Glaubwürdigkeit torpediert hat. Der daraus entstandene Vertrauensverlust in den deutschen Kanzler ist immer noch spürbar und vollkommen berechtigt. Die Moral von der Geschicht‘: Wer zu oft lügt, dem glaubt man nicht!
Dass dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk nicht mehr vorbehaltlos zu trauen ist, dürfte mittlerweile auch jedem gutgläubigen Optimisten klar sein. Zu oft wurde in den letzten Jahren einseitige Meinungsmache statt sachlicher, ausgewogener und unabhängiger Berichterstattung ausgestrahlt. Zu oft haben die Sendeanstalten aktivistische Beiträge als die einzige Wahrheit dargestellt, zu oft hat sich der ÖRR an einer gezielten Spaltung der Gesellschaft beteiligt. Und zu oft haben sich ZDF, ARD und Co. als oberste moralische Instanz im Kampf gegen Desinformation, KI-Fakes und Verbreitung von Falschmeldungen präsentiert. Im Februar wurde nun aber bewiesen, was viele schon vermutet haben. Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist kein Garant für glaubwürdige und ehrliche Berichterstattung. Statt immer objektiv zu berichten, wird auch gern mal ungeniert inszeniert. Das ZDF hat manipulierte Videoclips ausgestrahlt, die extra in einen Beitrag für das „heute journal“ zur US-Abschiebebehörde ICE hinein montiert wurden. Mit diesen gefälschten Videoausschnitten sollte die Gewalt und Willkür von dieser amerikanischen Einsatzbehörde entlarvt und öffentlich gemacht werden, die aber so wie dargestellt gar nicht stattgefunden hat. Also eine ganz bewusste Zuschauermanipulation. Kurze Zeit später konnte man Angela Merkel im ARD-Magazin „Bericht aus Berlin“, auf dem 38. Bundesparteitag der CDU, beim Klatschen zur Wiederwahl des Parteivorsitzenden Friedrich Merz bewundern. Wieder eine Zuschauertäuschung. Bei Bekanntgabe des Wahlergebnisses war Merkel schon längst abgereist. Die gezeigte Klatschszene wurde wahrscheinlich schon Stunden vorher aufgenommen, hatte also mit dem Wahlerfolg von Merz nichts zu tun. Die Moral von der Geschicht‘: Die Wahrheit kommt dann doch ans Licht!
Doch es gab noch einige andere Bilder, Momente und Nachrichten, die der vergangene Monat für uns bereithielt. Aber an diese können Sie sich jetzt allein erinnern. Für mich ist der Februar hiermit abgehakt. Die Moral von der Geschicht‘: Tut mir leid, die kenn‘ ich nicht!

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