von Jan Knaupp
So, die offizielle Karnevalszeit ist jetzt vorbei, aber einige Narren haben ja ganzjährig Hochkonjunktur. Statt satirischer Büttenreden bekam der mehr oder weniger geneigte Zuhörer von oberster Stelle die Mär vom meckernden und arbeitsfaulen Deutschen präsentiert. Die Staatsvorderen sind unzufrieden mit der arbeitenden Bevölkerung. Die Deutschen arbeiten einfach zu wenig. Das faule malochende Volk schafft nicht genug Kohle heran, um die großangelegten Geldverschwendungen der Regierung zu deckeln. Das steuererpresste Geld reicht hinten und vorne nicht. Dabei muss doch so viel finanziert werden. Neben dem riesigen politischen Wasserkopf, dem aufgeblähten Staatsapparat und der überdimensionierten Verwaltung, müssen doch auch noch all die politischen und wirtschaftlichen Fehlentscheidungen finanziert werden. Die Regierung hat schließlich der Ukraine, nach mittlerweile über 75 gezahlten Milliarden, weitere 13 Milliarden deutsche Steuergelder als Unterstützung fest zugesagt. Dabei scheint es vollkommen egal, dass die Ukraine, wie jetzt offiziell durch den Bundesgerichtshof bestätigt wurde, hinter der Sprengung der Nord-Stream-Pipelines steckt. Laut den Ermittlungen des BGH wurde dieser Anschlag auf die Energieinfrastruktur und somit auf die Souveränität Deutschlands durch die Ukraine staatlich gesteuert. Und was sind die Konsequenzen? Es gibt keine! Nichts, nada, niente! Irgendwie armselig und feige! Stattdessen verschenken die deutsche Regierung und unser Kanzler lustig und vergnügt weiterhin Unsummen deutscher Steuergelder an Kumpel Selenskyj. Dürfen die das?
Fakt ist, der Staat braucht dringend mehr Geld. Geld für Migranten ohne Bleiberecht, die wir dafür bezahlen müssen, dass sie unser Land wieder verlassen. Geld für Menschen, denen es nichts ausmacht, ungeniert auf Kosten der Allgemeinheit zu leben, ohne einen eigenen Beitrag zu erbringen. Der Staat braucht auch mehr Geld für die Energieversorgung des Landes. Mit den blindwütigen klimapolitischen Maßnahmen, dem Ausstieg aus der Atomkraft und der Kohleverstromung hat sich Deutschland als einziges Land der Welt energiepolitisch ins eigene Knie geschossen und sich von teuren ausländischen Energielieferanten abhängig gemacht. Die finanziellen Mittel für diese kostenintensiven „Klimaschutzmaßnahmen“ trägt natürlich auch der Steuerzahler. Dürfen die das?
Und so gibt es noch unzählige und immer wieder neue Beispiele, wie der Staat hart erarbeitete Gelder verschleudert. Da aber eine gesunde Selbstreflexion nicht in den übersteigerten Persönlichkeitsprofilen vieler selbstverliebter Politpromis vorkommt, da Selbstkritik nicht zu den Stärken der übergroßen Egos auf der Regierungsebene gehört, muss schnell ein adäquater Sündenbock her. Und damit ist schnell klar, dass der faule deutsche Arbeitnehmer Schuld an der finanziellen Misere ist.
Und so schwadronieren also jetzt die, die selbst nichts maßgeblich zur Mehrung der Staatsfinanzen beitragen, die hart erarbeitetes Geld verbrennen und in alle Welt verschenken und die beim Blick auf ihre vom Steuerzahler gefüllten Konten vor Lachen nicht in den Schlaf kommen – über die angebliche Faulheit derer, die täglich mit ihrer Arbeit diesen Staat am Laufen halten. Dürfen die das?


