In Brandenburg fällt einmal mehr ein gesunder Wald den „Erneuerbaren“ zum Opfer. 370 Hektar, das sind 3,7 Millionen Quadratmeter, werden in Hohensaaten gerodet und geschreddert, damit ein Solarpark entstehen kann.
Zum Vergleich: Der Wald, der für den E-Auto-Hersteller Tesla im Namen des Klimaschutzes in Grünheide ausgelöscht wurde, war 300 Hektar groß. Im Nordosten Brandenburgs fällt nun ein noch größerer Wald. Für Windräder wird ebenfalls überall abgeholzt. Der Wahnsinn, um den „menschengemachten Klimawandel“ zu stoppen, kennt offensichtlich kein Halten mehr.
Der grüne Umweltminister Axel Vogel, der anfangs beschwichtigte und so tat, als sei das Vorhaben „absurd“, tritt nun für die Abholzung des nächsten Waldes ein, indem er ihn kurzerhand zum Militärgebiet erklärt und damit dem Investor, der Lindhorst-Gruppe, obendrein auch noch Millionen-Subventionen zusichert.
Und hier liegt der Hase im Pfeffer. Auf freier Fläche müsste der Investor ohne staatliche Millionen-Zuschüsse auskommen. Auf einer „Konversionsfläche“ zahlt der Staat für die Errichtung eines Solarparks Steuergeld. Also schafft die Lindhorst-Gruppe bereits Tatsachen und hat mit der Abholzung des Biotops großflächig begonnen.
Die Fraktion von BVB/Freie Wähler im Landtag kämpft gegen die Vernichtung einer weiteren riesigen Waldfläche. In einer Presseerklärung schreibt sie: „Rein formal handelt es sich bei der ehemaligen Militärfläche bei Hohensaaten um eine Konversionsfläche. Real wurde diese Fläche jedoch seit Jahrzehnten nicht mehr militärisch genutzt, in den 90er Jahren von den unterirdischen Tanklagern saniert und längst von der Natur zurückerobert. Es handelt sich eben nicht um eine ökologisch zerstörte Fläche, sondern um einen gesunden Mischwald. Die Abholzung gesunder Mischwaldflächen finanziell auch noch zu fördern, war mit Sicherheit nicht das, was der Gesetzgeber mit der EEG-Regelung zu Konversionsflächen im Sinn hatte.“
Die Freien Wähler fragen, ob es wirklich sinnvoll sein kann, gesunden Mischwald abzuholzen, „um an anderer Stelle Ersatzpflanzungen zu tätigen. Und nebenbei die Stadt für dieses Vorhaben mit Extra-Geld zu ködern. Warum nicht gleich die PV-Anlagen an den für die Ersatzpflanzungen vorgesehenen Flächen errichten und den vorhandenen, gesunden Mischwald stehen lassen? Das wäre doch ökologischer und zudem billiger!“
Der Landtagsabgeordnete Philip Zeschmann von den Freien Wählern: „Der gesunde Mischwald wird zur ökologisch wertlosen Konversionsfläche erklärt, um an Subventionsmillionen zu kommen. Die Abholzung dient nicht dem Klimaschutz, sondern dazu, der Lindhorst-Gruppe unter einer Pervertierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes Zugang zu einer steuerfinanzierten Zusatzvergütung zu verhelfen.“ Auch Beate Blahy von der Bürgerinitiative Pro-Wald Hohensaaten kommt zu diesem Schluss: „Es ist ökologischer Unsinn, so zu verfahren, denn Wald – auch der seit 30 Jahren zwischen Hohensaaten und Oderberg ziemlich ungestört gewachsene – bedeutet Klimaschutz per se.“
Ein privater Investor erhält unter einem grünen Umweltminister vom Steuerzahler Millionensummen, um einen riesigen Wald zugunsten einer Industrieanlage zu vernichten. Konnte man sich bis vor kurzem nicht vorstellen.Michael Hauke

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