Neues Gift aus dem Baumarkt, das zur Bekämpfung von Mäusen eingesetzt wird.
Die weißen Kristalle sehen aus wie Milchpulver und lassen sich in Wasser und Alkohol auflösen. Der Tod tritt durch Unterkühlung und Organversagen ein. Es gibt kein Gegengift. Die Behandlung erfolgt symptomatisch.
Nur eine schnelle Behandlung kann das Leben retten.
Das relativ neue Nagergift Alpha-Chloralose ist für wenig Geld in jedem Baumarkt erhältlich. Es ist eine Mischung aus dem Traubenzucker Glukose und Chloralhydrat, einem starken Schlafmittel. Alpha-Chloralose wirkt sofort nach der Einnahme und unterscheidet sich damit wesentlich von herkömmlichem Rattengift, das innere Blutungen verursacht und über Tage hinweg zum Tod führt.
In den letzten Monaten häufen sich Berichte über mit Alpha-Chloralose vergiftete Hunde und Katzen – oftmals kommt für die Tiere jede Hilfe zu spät. Besonders gerne wird das Gift beispielsweise in und um landwirtschaftliche Gebäude oder in Kleingärten ausgestreut. Im Grunde können die Tiere überall mit der gefährlichen Substanz in Kontakt geraten: Einige Tiere nehmen das Gift direkt auf, etwa beim Beschnüffeln und Erkunden kontaminierter Areale oder Gegenstände. Andere fressen vergiftete Mäuse und erleiden eine sogenannte Sekundärvergiftung.
Die Wirkung setzt nach 30 Minuten bis 4 Stunden ein. Einmal aufgenommen, führt Alpha-Chloralose rasch zu ersten Symptomen. Bis das Gift wirkt, dauert es je nach Dosis zwischen 30 Minuten und 4 Stunden. Leider ist derzeit noch kein Gegenmittel verfügbar.
Zu den wichtigsten Symptomen einer Vergiftung mit Alpha-Chloralose zählen:
kleine, verengte Pupillen, Krampfanfälle, Muskelzittern, Schläfrigkeit, verminderte Reaktionsfähigkeit, Benommenheit, Bewusstlosigkeit, Herzrhythmusstörungen, Atemnot, Rauschzustand, wackeliger Gang, verlangsamter Herzschlag, erniedrigter Blutdruck, Koma und Unterkühlung (unter 38°C).
Quelle: petdoctore Österreichischer TSV gekürzt
Warum gehe ich nun mit meiner Erkenntnis eines Produkts an die Öffentlichkeit?
Es gibt generell viele Hundehasser. Jeder ordentliche Hundehalter trägt ein Bündel Hundekotbeutel mit sich. Wenn der Hund sich gelöst hat, nimmt man die Hinterlassenschaft auf und entsorgt diese. Es gibt aber leider auch andere, denen es offensichtlich egal ist, wohin der Hund kackt. Da nützen auch nicht die Verbotsschilder oder Hinweise an den Zäunen. Statt mit den Haltern den Dialog zu suchen, gibt es genügend armselige, von Emotionen geleitete, fehlgesteuerte Mitbürger, die dann diese unschuldigen Geschöpfe auf bestialische Weise umbringen. Ich habe in meiner Hundegruppe ein Mitglied, welche zwei Hunde auf diese skrupellose Art ihre Lieblinge verloren hat. Was das für psychische Folgen für den Tierbesitzer hat, machen sich diese Feiglinge nicht klar. Hunde sind in der Regel immer hungrig und nehmen alles auf.
Bei uns in Müggelheim, gibt es z.B. nur wenig öffentliche Mülleimer. Diese sind leider nur im Dorfkern. In den Seitenstraßen gibt es überhaupt keine Möglichkeit, den Kotbeutel zu entsorgen. Der Wochenend-Ausflügler findet auf den Parkplätzen auch keine Mülleimer. Nur am Badestrand an der Krampenburger Straße gibt es seit zirka drei Jahren mehrere Mülleimer und am sogenannten Robbenstrand. Ansonsten ist Müggelheim dermaßen verdreckt und das ist beschämend für einen Ort. Warum verlangen die Hundehasser nicht vom Bezirk Hilfe oder wenden sich an die BSR? Man tötet einfach die unschuldigen Fellnasen. Das geht schnell und benötigt auch keinen Redebedarf. Katzenbesitzer, dessen schnurrige Vierbeiner gerne draußen verweilen, Kleinkinder, die ja gerne alles in den Mund nehmen, Vögel, Insekten, Wildtiere kurz, sämtliches Getier ist davon betroffen. Gelingt das Gift ins Wasser, erwischt es noch mehr Unschuldige. Was denken sich diese Giftstreuer dabei? Offensichtlich nichts.
Man muss das Gift nicht mal auflutschen. Es genügt nur das Beschnuppern. Fazit: Es geht nicht nur Hundehalter an. Wenn ich meinen Beagle-Rüden, Troy, auf diese Weise verlieren würde, ich könnte dies niemals verzeihen.
Hundehalter, die ein Haus besitzen, hängen solidarisch kleine Plastikkübel mit einem Hundekotsymbol an den Zaun. So hat man die Möglichkeit, die Beutel darin zu entsorgen. Wenn das nun auch andere tun würden, dann wäre vielen geholfen. Aber da kommt dann der Egoismus wieder durch. Nach dem Motto: „warum soll ich meine Mülltonne dafür zur Verfügung stellen“? So werden die Kotbeutel weiter mitgeschleppt und manche entledigen diese dann achtlos im Wald. Was auch keine gute Idee ist.
Nun möchte ich nicht jedem, der dieses Produkt kauft, unterstellen, dass damit die Absicht besteht, außer seine „Plage“ zu vernichten, es auf Hunde abgesehen hat. Ich jedenfalls würde mich freuen, wenn mein Bericht zum Nachdenken animiert.
Als Hundehalter überhaupt, kann ich es nicht verstehen, dass man solche Produkte freikäuflich erwerben kann. Bei Schlaftabletten bspw. benötigt man ein Rezept. Hier nicht.
Wenn man nun jemanden aus dem Weg räumen möchte, einfach ins Getränk schütten, umrühren und dann…
Helmut Schmid

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