BM Rudolph spricht über Attacken auf ihn und sein Team

Dieses Foto entstand am 30.06.2022, als eine Allparteienkoalition in der Stadtverordntenversammlung unter dem Jubel der Zuschauer mit einem Abwahlantrag gegen Matthias Rudolph scheiterte. Drei Monate später scheiterte auch das Bürgerbegehren „neuanfang“ mehr als kläglich. Und auch bei der Stichwahl am 26. April dieses Jahres scheiterte die von den Altparteien so sehr herbeigesehnte Ablösung des Bürgermeisters, also: „Matthias Rudolph bleibt!“
Foto: Archiv Hauke-Verlag/Sybille Gurack
„Das Schlimmste ist jedoch, dass all diese Anfeindungen und Angriffe genau von den Menschen kamen und weiterhin kommen, die stets von Toleranz und Meinungsfreiheit sprechen, die eine Spaltung der Stadt beklagen, während sie selbst diejenigen sind, die die Spaltung vorantreiben. Von keinem einzigen Funktionär der Unterstützer von Herrn Papendieck oder von ihm selbst habe ich eine klare Distanzierung von diesen Dingen gehört. Selbst nach der Wahl machen diese Menschen, die vorgeben, „unsere Demokratie“ zu schützen immer weiter.“
Dies ist ein Auszug aus dem Interview, das die FW mit dem wiedergewählten Fürstenwalder Bürgermeister Matthias Rudolph geführt hat. Sie finden es auf Seite 10 dieser Ausgabe. Er schildert dort „Hausbesuche“ bei Unterstützern, Telefonterror gegen einen über 90-Jährigen, der seine Unterstützung zurückziehen sollte, über eine Frau, die den BM öffentlich unterstützte und der gedroht wurde, ihr die Haare rauszureißen und ihr Auto anzustecken. Darüber, dass der „Regionalist“ Bernd Norkeweit als „Nazi“ beschimpft wurde, weil auf seiner Wahlparty war.
Was der wiedergewählte Bürgermeister in dem FW-Interview schildert, bestätigt die Erfahrungen, die auch der Hauke-Verlag seit 2010 machen musste, als der damalige Allparteien-Bürgermeisterkandidat Ulrich Hengst versucht hat, die Verteilung der FW zu verbieten. Wer sich gegen dieses Altparteien-Kartell stellt, muss viel Druck aushalten.
Der Hass, der mir als Verleger entgegenschlug, als ich in der Ausgabe vor der Stichwahl den Artikel „Nein, ich bin nicht neutral!“ veröffentlichte, war unfassbar. Jeder musste sich für Papendieck, den Kandidaten von SPD, CDU, Linken und Grünen aussprechen. Wer es nicht tat, bekam es mit dieser Einheitsfront zu tun. Lesen Sie dazu auf Seite 7 „Eine sehr persönliche Wahlnachlese“.
Wichtig ist, dass dieser Psychoterror, diese Beschimpfungen und dieser Druck auf Unterstützer von Matthias Rudolph nicht zum Erfolg führte. Das macht es allerdings für das Allparteien-Lager zusätzlich so bitter.
In dem Interview schildert Matthias Rudolph die Situation mit den Worten: „Das war kein Wahlkampf, das war Krieg!“ Weiter sagt er in dem FW-Interview: „Ein (fast) Allparteienbündnis hat alles auf eine Karte gesetzt, alle Register gezogen, mit Lügen, Diffamierungen und Denunziation gearbeitet. Und trotzdem ist es nicht gelungen, mich aus dem Amt zu bekommen.“
Michael Hauke


