Immer weniger wollen die öffentlich-rechtliche Hetze bezahlen – aber wie?

Von Michael Hauke
Liebe Leser, verkleiden Sie sich als Friedrich Merz, Lars Klingbeil, Frank-Walter Steinmeier oder als Annalena Baerbock. Und dann lassen Sie sich in einem KI-Video vom LKW überrollen. Nicht einmal, sondern gleich dreimal. Im Hintergrund lassen Sie Jubel und Gelächter einspielen. Und das posten Sie dann.
Die Frage ist nicht, was dann passiert, sondern nur, wie lange es dauert, bis es passiert. Man wird Ihnen früh morgens die Tür eintreten, Sie abführen, verhören und wegen aller möglichen Vergehen anklagen. Dafür reichte schon viel weniger aus. Sie mussten nur vom besten Wirtschaftsminister aller Zeiten ein „Schwachkopf“-Meme teilen oder den ehrlichsten Kanzler aller Zeiten als „Lügenfritz“ oder „Pinocchio“ bezeichnen.
Und jetzt malen Sie sich aus, was nach einem solchen Video los wäre, in dem einer dieser Politiker mehrfach absichtlich überfahren wird. Empörung aller Orten, ein „Aufstand der Anständigen“, Sondersendungen bei ARD und ZDF. Tenor: Die „Rechten“, also die „Nazis“, delegitimieren den Staat, verabscheuen seine gewählten Institutionen und lassen ihren Tötungsphantasien freien Lauf. Nie wieder ist jetzt! „Correctiv“ hätte blitzschnell die Hintergründe zusammenphantasiert: das Video wäre in Russland produziert worden und ein Teil der hybriden Kriegsführung gegen unser Land. Die immer selben „Experten“ und natürlich der Bundespräsident mit immer selber Mine würden erklären, es handele sich nicht nur um einen Angriff auf „unsere Demokratie“, sondern um einen eiskalten Mordaufruf. Und da die AfD sich nicht umgehend von dem Video distanziert habe, müsse sie nun sofort verboten werden.
So wäre es.
Aber so ist es nicht.
Denn das Video wurde nicht in Russland produziert, sondern vom ZDF – und das Opfer ist auch keiner der besten Politiker aller Zeiten im besten Deutschland aller Zeiten, sondern Ulrich Siegmund, der in Sachsen-Anhalt einen Wahlsieg eingefahren hat, von dem alle Altparteien zusammen nur träumen können.
Das CDU-geführte Innenministerium hat seine ihm unterstellte Behörde, den Verfassungsschutz, beauftragt, ihn als „gesichert rechtsextremistisch“ einzustufen und ihn damit zum Abschuss freigegeben. Also darf ihn der von den „demokratischen Parteien der Mitte“ und der „Zivilgesellschaft“ kontrollierte Staatssender ZDF auch überfahren. Und weil einmal zu wenig wäre, bitte gleich dreimal. Sicher ist sicher.
Der ZDF-Intendant heißt Himmler und hat an dem Film nichts auszusetzen. Er ließ zu der Kritik an dem Todesvideo eine Stellungnahme verbreiten, in der er Böhmermann dafür lobt, „ironische Mehrdeutigkeit als Stilmittel zu nutzen, um Pointen zu erzeugen“.
Im ZDF-Fernsehrat sitzen 60 Personen. Darunter zahllose Politiker in Doppelfunktionen, der Deutsche Journalistenverband, die Sozialverbände, aber auch die evangelische und katholische Kirche sowie der Zentralrat der Juden. Kein einziger hat sich zu diesem Böhmermann-Video, in dem ein Mensch unter eingespieltem Jubel dreifach überfahren wird, kritisch geäußert. Keiner.
All das bleibt folgenlos.
Folgenlos? Ja, so lange alle weiter brav ihren „Rundfunkbeitrag“ zahlen.
Jan Böhmermann erhält davon 713.000 Euro zzgl. MWSt. Intendant Himmler bekommt rund 430.000 Euro. Jeweils pro Jahr.
Schluss damit! Wenn die Menschen sich nicht wehren, wird es nicht aufhören, im Gegenteil, es wird noch schlimmer werden. Ob bei Corona, bei Klima, bei Krieg oder bei Zuwanderung: es geht nicht nur um die im Rundfunkstaatsvertrag garantierte „Ausgewogenheit“ der Berichterstattung. Die ist eh längst abgeschafft. Es geht um die abgrundtiefe Menschenverachtung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, für die dieses Video nur ein Beispiel ist und die seit Jahren in der Verhetzung von Millionen Mitmenschen gipfelt: sei es, dass sie die Grundrechte bewahren wollten, sei es, dass sie ungeimpft bleiben wollten, sei es, dass sie Waffenlieferungen in Kriegsgebiete ablehnten, sei es, dass sie erkannten, dass die CO2-Theorie nicht stimmen kann oder dass sie einfach die falsche Partei wählen.
Der „Beitragsservice“ (GEZ) kann nicht allein vollstrecken. Er kann lediglich ein Vollstreckungsersuchen an die Städte und Gemeinden stellen. Es vollstreckt dann „Der Bürgermeister“ oder „Der Amtsdirektor“. Sprechen/schreiben Sie Ihren Bürgermeister auf dieses Video an, verlangen Sie, dass er aufhört, für solche Menschenverachtung Geld einzutreiben. Tun Sie es nicht einzeln, tun Sie es alle! Das ist wirksamer als jede Programmbeschwerde.


