Von Michael Hauke

Windräder sind das sichtbarste Zeichen der Energiewende. Schon aus dem Flugzeug erkennt man anhand der vielen Windenergieanlagen (WEA) sofort, dass man sich über Deutschland befindet. 0,5% der Fläche sind zurzeit mit Windrädern belegt. Aufgrund des „Wind-an-Land-Gesetzes“ wird sich diese Fläche bis ins Jahr 2032 extrem vergrößern. 2026, also bereits in drei Jahren, wird es mit 1,4% fast dreimal so viel Fläche sein; 2032 müssen dann auf 2,0% der Fläche Deutschlands Windräder aufgebaut worden sein, also viermal so viele wie heute. Auch im Landkreis Oder-Spree wird sich ihre Zahl deutlich erhöhen, zurzeit steht das Schlaubetal im Fokus für neue Anlagen.
Aktuell gibt es rund 28.500 Windräder in Deutschland. Rund 120.000 sollen es bis 2032 werden. Auf der Webseite der Bundesregierung heißt es dazu: „Die Bundesregierung hat das Ziel, den Strom aus erneuerbaren Energien bis 2030 zu verdoppeln. Die Windkraft spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit dem ,Wind-an-Land-Gesetz‘ will sie den Ausbau der Windenergie in Deutschland deutlich schneller voranbringen. Es ist am 1. Februar 2023 in Kraft getreten.“
Um den Windkraft-Ausbau zu beschleunigen, soll in vielen Fällen die 1.000-Meter-Abstandsregel zu menschlichen Siedlungsbereichen aufgehoben werden. Und die WEA werden immer größer; inzwischen erreichen sie eine Höhe von rund 250 Metern. Laut Arbeitsgruppe Windenergie hat ein einziges Windrad einen Flächenbedarf von einem Hektar (10.000 m²), also so viel wie knapp zwei Fußballfelder.
Die Windräder sind Kern der Energiewende. Sie sollen hauptsächlich zwei Ziele erfüllen: Erstens: Weniger Treibhausgase, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen und zweitens: Völlige Unabhängigkeit von ausländischen Diktaturen in der Energieversorgung.
Gucken wir uns beide Vorgaben an, so zeigt sich, dass sie nicht nur nicht erreicht werden, sondern sogar ins genaue Gegenteil verkehrt werden.
Ich habe bereits am 19. August letzten Jahres auf meinem Telegram-Kanal (Michael Hauke, Verleger) einen Fernsehbeitrag der ARD-Sendung PlusMinus gepostet. Dort wurde berichtet, dass die deutschen Windräder mehr Treibhausgase verursachen als der gesamte innerdeutsche Flugverkehr zusammen.
Und da in jeder Windkraftanlage die Seltene Erde Neodym verbaut wird, wird die Abhängigkeit von ausländischen Diktaturen tatsächlich noch viel größer als bei Erdgas. Denn Neodym kommt zu 98% aus der Volksrepublik China. Aber der Reihe nach.
In den Schaltkästen der Windräder, aber auch der Solaranlagen (!) befindet sich das gefährlichste aller bekannten Treibhausgase, nämlich Schwefelhexaflourid (SF6). Ein Gramm Schwefelhexaflourid ist so klimaschädlich wie 23.000 Gramm Kohlendioxid. SF6 hat in den Schaltkästen der Windräder die Funktion, die Leitungen zu isolieren und beim Schalten zu verhindern, dass Lichtbögen entstehen. SiemensEnergy erklärt, dass man auf die einzigartigen Leitungsfähigkeiten von SF6 nicht verzichten könne. „Würden wir andere Medien einsetzen, wären die Anlagen ungleich größer.“ Und mit rund 250 Metern Höhe und einem Raumbedarf von einem Hektar dominieren sie schon jetzt die deutsche Landschaft. Es müssten also noch mehr CO2-bindende Wälder abgeholzt werden, um die größeren Anlagen aufstellen zu können.
SF6 hat eine Haltbarkeit von ca. 3.000 Jahren. Es baut sich also nicht – wie etwa Kohlendioxid – in der Atmosphäre wieder ab oder wird von Pflanzen gebunden. Nein, SF6 baut sich immer stärker auf. Das Problem potenziert sich dadurch, dass die Anzahl der Windkraftanlagen vervierfacht wird.
Der gesamte Windkraftausbau beruht auf dem „Klimakiller SF6“ (O-Ton ARD)! Sein Anteil in der Atmosphäre steigt rasant. Deutschland ist der mit Abstand größte SF6-Emittent in Europa. Obwohl die Klimakiller-Eigenschaften von SF6 seit Jahrzehnten bekannt sind, wird die öffentliche Diskussion ausschließlich auf Kohlendioxid verengt. Dadurch wird das 23.000mal klimaschädlichere Schwefelhexaflourid elegant ausgeklammert. Es steckt ja in den klimarettenden Windrädern! Und nur Klimaleugner können etwas gegen Windräder haben.
Politik und Industrie wissen natürlich um diesen gravierenden Widerspruch. Und es wird noch schlimmer: SF6 steckt auch in den Umspannwerken der Windkraftanlagen. Die Betreiber reden das Problem klein: es entweiche nur ein winziger Teil des Gases durch Lecks. Allein das reicht aber aus, um mehr Treibhausgase zu emittieren als der gesamte innerdeutsche Flugverkehr zusammen.
Wirklich problematisch wird es, wenn Windkraftanlagen wieder abgebaut oder gegen größere ausgetauscht („Repowering“) werden; allein im Jahr 2021 waren es 230 Stilllegungen. Wie wird dann mit dem nicht mehr benötigten SF6 umgegangen? Eine Selbstverpflichtung der Konzerne besagt, dass es aufwendig vernichtet oder recycelt wird. Aber niemand kontrolliert, ob das wirklich passiert – außer der Industrie selbst. In einer übergreifenden Studie von Wissenschaftlern und Behörden aus dem Jahr 2021 wurde der Anteil von SF6 in der Atmosphäre gemessen. Ergebnis: Es befindet sich dort doppelt so viel SF6, wie von der Windlobby angegeben.
Fazit: Jedes neue Windrad vergrößert den Treibhauseffekt. Dazu kommen die Windschleppen hinter den Anlagen, die für anhaltende Trockenheit sorgen.
Aber mit dem Treibhausgas SF6 ist die Lüge von den klimafreundlichen, autark machenden Windrädern noch nicht zu Ende. Denn in jedem Windrad steckt noch eine andere Umweltkatastrophe: die Seltene Erde Neodym. Neodym ist ein Metall, das die Leistungsfähigkeit der WEA stark erhöht. Bei dessen Abbau werden hochradioaktives Uran und Thorium freigesetzt. Wo Neodym aus der Erde geholt wird, entstehen atomare Wüsten. Das wird in Deutschland genauso wenig gezeigt, wie die Umweltkatastrophen durch den Kobalt-Abbau für die Akkus der E-Autos. Denn beides rettet ja unser Klima!
Müssten sowohl Neodym (zwei Tonnen stecken in jedem Windrad) als auch Kobalt in Deutschland selbst abgebaut werden, wäre die Energiewende sofort zu Ende! Aber die Landschaften, die für unsere saubere Energie atomar verstrahlt werden, liegen weit weg. Die Freie Universität Berlin hat bereits 2011 auf die Thorium-Katastrophe beim Abbau von Neodym hingewiesen. Alles nichts Neues.
Noch bizarrer wird es, wenn man sich vor Augen führt, dass sichere deutsche Kernkraftwerke abgeschaltet wurden, aber genau dadurch am anderen Ende der Welt eine Strahlenkatastophe ausgelöst wird. Verlogener geht es nicht. Hinzu kommt, dass die Seltenen Erden, also auch das Metall Neodym, zu 98% von China abgebaut werden. Woanders würde es wahrscheinlich auch keine Genehmigung für das Verstrahlen riesiger Landschaften geben. Diesen Anteil hatte Erdgas aus Russland bei weitem nicht erreicht. Die Abhängigkeit von einem weiteren autoritär geführten Riesenreich ist also noch viel größer. Und wie verhält sich Deutschland eigentlich bei einem chinesischen Angriff gegen Taiwan? Boykottieren wir dann die Einfuhr Seltener Erden?
Die gesamte Energiewende, ob Solar, Windkraft oder E-Autos, basieren auf SF6, Neodym und Kobalt. Alle drei Bestandteile vernichten die Umwelt oder fördern den Treibhauseffekt. Diese grandiose Täuschung gelingt, weil der Fokus ausschließlich auf CO2-Emissionen gelenkt wird.
Dass sich der Anteil von Kohlendioxid in den vergangenen 150 Jahren in der Atmosphäre nicht verändert hat, ist noch einmal eine andere Geschichte. Sein Anteil liegt konstant bei 0,038%. Das ist so ziemlich der geringste Anteil, den es in der Erdgeschichte je gegeben hat. Und es ist am untersten Bereich dessen, was Leben auf der Erde noch möglich macht. Das Thema werde ich in einer der kommenden Ausgaben näher beleuchten.

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