Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn Sie gestatten, möchte ich Sie bitten, zur Problematik Abwahlbegehren auch mal einen Artikel von mir zu veröffentlichen.
Ich bin eine fast 88-jährige Fürstenwalder Bürgerin, aber noch nicht senil und erlaube mir, nach einem schon jahrelangen Hick-Hack und der jetzt angestrebten Abwahl unseres Stadtoberhauptes durch eine Unterschriftssammlung auch mal meine Meinung zu sagen.
Vorweg möchte ich darauf hinweisen, dass die Fürstenwalder Bürger bei der letzten Wahl dem BFZ ihre Stimmen gegeben haben, und Matthias Rudolph hat die Wahl zum Bürgermeister haushoch gewonnen.
Dass die vorher stärkeren Parteien unserer Stadt, wie Die Linke, die SPD und die CDU Verluste hatten und es nicht dazu gereicht hat, den von ihnen so hoch gelobten Hans-Ulrich Hengst wieder im Amt zu sehen, musste eben hingenommen werden. Eigentlich, um sich nun ernsthaft Gedanken zu machen: „Was haben wir falsch gemacht?“ – Nein, jetzt ging die Krümelkackerei erst los.
Man hätte nun den jungen Bürgermeister, der dieses Amt das erste Mal bekleidete, tatkräftig unterstützen können, aber man entschied sich einträchtig dazu, jeden Fehler herauszupicken, selbst Beschwerden über den Bürgermeister wurden vom Stadtverordnetenvorsteher anonym behandelt, als zu verlangen und zu organisieren, dass zu diesen Beschwerden eine Aussprache mit den Beteiligten erfolgt.
Jetzt läuft seit einiger Zeit der große Clou, die Abwahl des Bürgermeisters zu forcieren. Der erste Anlauf hatte nicht geklappt.
Nun hat man sich dafür entschieden, eine Befragung der wahlberechtigen Bevölkerung durchzuführen.
Mit Listen in der Hand werden nun bei größeren Menschenansammlungen, wie zum Beispiel beim Samaritafest, beim Erntefest, vielleicht auch durch Klingeln an Häusern u.ä. Unterschriften gegen den Bürgermeister gesammelt.
Beweis war auch ein Foto in der Presse, als mit einer älteren Dame diskutiert wurde, der Zettel war beim Gegenüber sichtbar.
Ich spreche nur für mich, aber „Gnade Gott“, wenn mir jemand so einen Wisch in die Hand drückt und um eine Unterschrift bittet, dann raste ich richtig aus!
Warum hat man nicht beim Vorgänger so reagiert, gerade der war auch nicht fehlerfrei (siehe die horrenden Fehlbeträge zum Schaden der Stadt durch den damals in Anspruch genommenen Schweizer Kredit).
Bei unserem Bürgermeister, Herrn Rudolph, hat man das Gefühl, dass wenn er mal während der Arbeitszeit einen Pups lassen möchte, er erst den ehrenwerten Stadtverordnetenvorsteher, Herrn Uwe Koch, das Ansinnen vortragen muss und dieser sich dann dienstbeflissen von den Stadtverordneten das O.K. einholt bzw. eine Absage.
Ich hoffe aber, dass ein Großteil unserer wahlberechtigten Bürger selbst weiß, was sie zu machen haben.
Lieselotte Behrend

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