Ein vergessener Jahrestag?
Während die Medien umfänglich den 250. Jahrestag der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika beleuchtet und gewürdigt haben, ging ein anderer Jahrestag im Schweigen unter: Vor 85 Jahren, am 22. Juni 1941, überfiel Hitlerdeutschland die Sowjetunion. Berichtet wurde in den Nachrichtensendungen dieses Tages stattdessen, dass der deutsche Verteidigungsminister in Litauen weilte bei einer deutschen Panzereinheit an der NATO-Ostgrenze, also an der russischen Grenze.
Ein deutscher Staat war mit dem damaligen Überfall zum Verantwortlichen für den Tod von 26,6 Millionen Männern, Frauen und Kindern dieses aus vielen Völkern bestehenden Landes, darunter 15 Millionen Zivilisten. 5,27 Millionen Menschen wurden nach Deutschland deportiert, 2,2 Millionen von ihnen starben durch Zwangsarbeit. Wehrmacht und Waffen-SS zerstörten in der UdSSR 1.700 Städte und Gemeinden sowie über 70.000 Dörfer und Siedlungen. 65.000 Kilometer Eisenbahnstrecken wurden vernichtet.
War es da wirklich so überraschend, dass ein – wie auch immer inzwischen gearteter – Nachfolgestaat ein Land an seiner Grenze zu verhindern suchte, in dem ehemalige Nazikollaborateure zunehmend verherrlicht wurden und werden, offen russlandfeindliche Kräfte an Einfluss gewannen und das einen Bürgerkrieg im eigenen Land entfachte, über den damals auch deutsche Medien berichteten. Zumal sich im Gegensatz zu früheren Absichtserklärungen westlicher Politiker die Truppen des westlichen Militärbündnisses inzwischen bis an die russischen Grenzen herangeschoben hatten.
Russland fordert mit der Ukraine einen belastbaren Friedensvertrag statt eines labilen Waffenstillstands.
Angesichts oder trotz dieser historischen Schuld beansprucht der heutige deutsche Staat die Führungsrolle im gegen Russland gerichteten Militärbündnis!
Es täte gerade Deutschland gut, innezuhalten, sich der Geschichte zu erinnern und auch die Befindlichkeiten Russlands zur Kenntnis zu nehmen.
Dr. Uta Plaga
Weitere Leidtragende gesucht
Sehr geehrter Herr Hauke,
mit großem Interesse lese ich seit langer Zeit Ihre Zeitung. Man ist ja nur noch sprachlos, was einem hier von diesem Staat geboten wird. Ich möchte ein Beispiel geben, da vielleicht noch andere Bürger betroffen sind und es gar nicht wissen. Ich bin seit ca. 10 Jahren Kunde bei Vodafone und hatte bis jetzt eigentlich nichts zu beklagen. Aus gutem Grund lasse ich mich nie in den Telefonbüchern öffentlich benennen und telefoniere grundsätzlich mit unterdrückter Rufnummer. So habe ich auch bei Vodafone schriftlich bei Vertragsabschluss dies vermerken lassen. Keine öffentliche Darstellung meiner Daten. Dann teilte Vodafone 2024 mir schriftlich mit, dass eine Netzmodernisierung im September 2024 stattfindet. Ich könne an diesem Tag mein Telefon nicht nutzen. Dies habe ich zur Kenntnis genommen, ich musste dann meinen Router neu einrichten, dass war es dann auch. Nach einigen Wochen wurde mir von einem Familienmitglied mitgeteilt, ob ich weiß, dass meine Telefonnummer zu sehen ist. Ich war völlig entsetzt und habe sofort bei Vodafone angerufen, wie das sein kann, dass meine Nummer zu sehen ist. Der Bearbeiter konnte mir daraufhin keine Antwort geben. Ich habe die Nummer wieder unterdrücken lassen und das hat man auch getan. Ich bin davon ausgegangen, dass nur meine Nummer plötzlich wieder zu sehen war. Dann habe ich aus eher aus Langerweile im November 2025 das Telefonbüchlein „Das Örtliche“ durchgeblättert und habe fast einen Herzinfarkt bekommen. Dort stand ich mit vollem Namen, Wohnanschrift und Telefonnummer Ich habe sofort Kontakt zu dem Verlag aufgenommen und erfahren, dass Vodafone meine Daten an den Verlag gesandt hat, so dass er meine Daten veröffentlicht hat. Meine Beschwerde an den Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit folgte auf dem Fuß. Nach einiger Zeit und Nachfragen habe ich zur Auskunft bekommen, dass Vodafone mitgeteilt hat, dass ich am 18.12.24 um 18.18 Uhr bei Vodafone angerufen habe und einen Telefonbucheintrag in Auftrag gegeben habe und dann um 18.39 Uhr wieder bei Vodafone angerufen habe um eine unterdrückte Nummer in Auftrag zu geben. Letzteres stimmt natürlich. Man hat noch zugegeben, dass die Vorgehensweise unüblich ist. Das ist sie natürlich, weil die Aussage gelogen ist. Der Rechtsanwalt von Vodafone hat seinen Namen in seinem Bericht an das BfDI vorsichtshalber schwärzen lassen. Der Mitarbeiter vom BfDI, ein Herr Polzin, war über die offensichtliche Lüge begeistert, musste er sich nichts ausdenken. Ich brauche nicht zu erwähnen, dass eine Anzeige bei der Polizei sinnlos war und auch der Petitionsausschuss bisher keine Antwort gegeben hat.
Vielleicht können Sie ja auf den Sachverhalt aufmerksam machen, dass Kunden von Vodafone die Angelegenheit selbst überprüfen. Bei mir war es purer Zufall, dass ich in diesem Heft geblättert habe und meine Daten veröffentlicht gefunden habe. Der BfDI redet sich natürlich heraus, dass nur ich mich gemeldet hätte, kein Handlungsbedarf besteht und die Sache deshalb nicht verfolgt wird. Da habe ich eben Pech gehabt, dass meine Daten gegen meinen Willen, ich will gar nicht wissen, wo überall, abzufangen sind. Es wäre nicht auszudenken, wenn Vodafone mit der Netzumstellung alle Kundendaten gegen den Willen der Bürger öffentlich gemacht hat. Das ist für mich die einzige Erklärung. Das muss unter allen Umständen von den Behörden und Vodafone unterbunden werden. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie dies in Ihrer Zeitung veröffentlichen könnten, dass sich evtl. noch mehr betroffene Bürger melden würden, und man diese dreisten Behörden einmal so richtig vorführen könnte.
Heike Müller
Es hat keinen Sinn mehr
Sehr geehrter Herr Hauke,
Herr Professor Demanowski kann sich ja ganz wunderbar echauffieren, und es ermüdet Ihre Leserinnen und Leser wahrscheinlich zunehmend. Wir finden da wahrscheinlich nicht mehr zueinander. Er sieht Klimaforschung als überbezahlte Kaffeesatzleserei, da ist wohl fachlich nicht mehr zu helfen. Seine Begründung hier, weil ich nicht erwähnt hätte, „dass noch vor 50 Jahren … vor einer neuen Eiszeit gewarnt wurde“.
Ja, nicht alles, was in Medien ankommt, hat Bestand, früher Druck-Auflage, heute Click-Zahlen, da wird schon mal der Eisberg vor dem Kölner Dom auf das SPIEGEL-Cover geholt.
Im Übrigen hat der SPIEGEL später (z.B. im Februar 2008) das Bild geradegerückt und jetzt sehr gut passend zum Leserbrief von Herrn Professor D. den Aufsatz eingeleitet mit:
„Wer heute öffentlich die Existenz des Klimawandels anzweifelt, verweist gern auf das angebliche Hin und Her in der Beurteilung des Weltklimas durch die Wissenschaft: Heutzutage würden Forscher vor der Erderwärmung warnen, während sie noch in den siebziger und achtziger Jahren die Angst vor einer baldigen Eiszeit verbreitet hätten. Deshalb solle man doch bitte die Panikmache vor der Erwärmung nicht allzu ernst nehmen“.
Der SPIEGEL schreibt vor fast 20 Jahren weiter: „Doch der verbreitete Eindruck, Forscher hätten mehrheitlich die globale Abkühlung prophezeit, ist laut einer neuen Studie ein Irrglaube: Die meisten Fachleute gingen schon damals von einer Erwärmung aus“. Der ganze Text unter https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaforschung-eiszeit-konsens-der-siebziger-ist-ein-mythos-a-537003.html
Ansonsten gebe ich es jetzt auf: Möge ein Teil Ihrer Leserschaft mitbekommen, dass nicht alles, was Professor D. so schreibt, belastbar ist. Aber das gegenseitige Leserbriefschreiben bringt ja nichts. Und selbst zur Barzahlung sei bemerkt, man möge in manchen Nachbarländern heutzutage sicherheitshalber auch eine Kreditkarte dabeihaben, wenn‘s z.B. auf das Klo geht. Sonst kommt man nicht rein (z.B. in den Niederlanden).
Dr. Bernd Stiller
Warum schauen alle zu?
Das Ausmaß der Fehlentwicklungen hat jetzt schon zerstörerische Formen angenommen. Die Grundlagen unseres Wohlstandes waren einst die Wirtschaft, der Fleiß der Menschen und das teilweise hohe Bildungsniveau. Und dann kamen Rot-Grün und setzten aus Dummheit oder Vorsatz genau an diesen Stellschrauben erfolgreich an. Die preiswerte und stets sichere Energieversorgung wurde auf eine teure und umweltschädliche umgestellt, dann wurde das Wissen der Autobauer exportiert und gleichzeitig die Autobauerkonkurrenz ins Land geholt und dabei sogar alle für einheimische Unternehmen geltenden Genehmigungsgesetze ausgehebelt. Wirkliche Demokraten halten die demokratischen Spielregeln ein, die Einheitsparteien tun das aber nicht.
Die Reaktionen der Politiker auf berechtigte Kritik an ihren Fehlentscheidungen ähneln schon sehr den Gepflogenheiten in der DDR. Leute ohne Fachkompetenzen und Berufsabschlüssen werden heute Minister und das in einer Wirtschaftsmacht? Bildung und Kompetenz kommen heute nur noch von steuerfinanzierten Beraterfirmen! Eine Frau Baerbock blamiert ein einst so erfolgreiches und geachtetes Land und hat sich bis heute nicht dafür entschuldigt. Im Gegenteil, sie wird zur UNO abgeschoben und kassiert weiterhin hohe Summen.
Dann wundern sie sich auch noch, warum die Welt solche „Politiker“ nicht im UN-Sicherheitsrat haben will. Herr Habeck wird „Berater“ in einer Firma, die von seinen „Gesetzen“ profitierte! Da stellt sich mir sofort aus logischer Sicht die Frage, wer in Wirklichkeit unser Land regiert? Der ideologisch betriebene Unsinn muss ja zuerst erfunden werden. Die rotgrüne Geschlechtervielfalt ist schon eine Folge des Bildungsabbaus.
Frauen gehen zum Gynäkologen, Männer zum Urologen und die Verwirrten sicherheitshalber zum Psychologen! Mehr hat die Evolution praktisch nicht vorgesehen. Alles andere deutet praktisch auf eine Störung hin und das betrifft zum Glück nur ganz wenige Leute, ist also nicht gesellschaftsrelevant! Aber irgendwann sind die Grünen beim Denken wohl falsch abgebogen. Ich stelle mir deshalb die Frage, ob das die Folge des gezielten Bildungsabbaus ist oder die ideologischen Opfer die gegebenen Bildungsmöglichkeiten nicht nutzen wollen oder konnten.
Ich vermute aufgrund meiner Lebenserfahrung, dass hier gezielt gesteuert wurde und wird. Warum? Ganz einfach, nehmen Sie mal die Propagandaaktion um die damals sehr junge Greta. Auffällig sämtliche Staats-Medien waren ihre Begleiter, kostspielige PR-Aktionen gab es fast täglich, aber alles ohne wissenschaftliche Fakten und Beweise. Ich habe jahrelang die Öffentlichkeitsarbeit mehrerer Vereine geführt und habe die Kosten für PR-Aktionen und die Herausforderungen für einen Medienzugang kennengelernt. Greta wurde also ganz gezielt aufgebaut, hatte Organisatoren und Geldgeber! Wer konnte aber nur ein Interesse an diesem ideologischen Unsinn haben?
Doch dann kritisierte Greta den jahrelangen Völkermord durch Israel gegenüber den Nachbarvölkern und war dadurch sofort „abgeschrieben“. Wer aber hat diese Reaktion angewiesen? Die derzeit in Deutschland Regierenden sind angeblich Demokraten und lieben den Frieden. Wie lange wollen sich diese angeblich souveränen Politiker noch hinter einer Schuld verstecken, die schon zwei Generationen zurückliegt? Zumal alle wissen, dass viele der Täter in Westdeutschland nicht bestraft wurden oder sich bei Gleichgesinnten verstecken konnten. Auch diese Heuchelei verändert das Wahlverhalten und zeigt, wo die Demokratiefeinde wirklich sitzen!
Fassen wir mal das alles zusammen, die größte Gefahr für die Demokratie sind die regierenden Einheitsparteien selbst, und das funktioniert nur noch, weil ihre kleinen mitlaufenden Parteisoldaten offensichtlich bildungsmäßig schwächeln oder einfach nur Pech beim Denken haben. „Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis der bricht“.
Und nicht vergessen, ich gehe nicht an die Ostfront!
Andreas Heising
Vom Ende vieler Illusionen
Wie ist es eigentlich wirtschaftlich und politisch um Deutschland bestellt? Politik, Bundespräsident und Hauptstrommedien reden Dir nach wie vor ein, dass Du im besten Deutschland aller Zeiten lebtest. Das ist aber längst nicht mehr so. Das beste Deutschland aller Zeiten haben wir nicht vor uns, sondern hinter uns. Deutschland wird nie wieder so liebenswert, lebenswert und leistungsfähig sein, wie es am 3. Oktober 1990 war. Die Strukturen, die Deutschland zum Erfolg geführt haben, liegen in Trümmern. Die Strukturen, die jetzt die Macht und das Handeln bestimmen, werden nie wieder zulassen, dass Deutschland und die Deutschen kollektiv erfolgreich werden. Individueller Erfolg wird noch möglich sein, sagen wir mal „angefangen mit Peter Thiel“.
Diese Art von individuellem Erfolg schafft aber Strukturen zu Lasten von Mittelschicht und Mittelstand, in denen jenseits der Eliten und der Politiker, die sich an diese Eliten heranwanzen, immer weniger Gestaltungsmöglichkeiten bestehen. BlackRock kanzlert, die Unfreiheit regiert, die Ausplünderung, die Totalüberwachung greift um sich. die Einmischung, die „Erziehung“. Entweder Du fügst Dich in das System, oder du wirst ausgegrenzt. Freiheit wird zur Illusion, die Unfreiheit „unserer“ Demokraten wird zum gottgleichen Staatsziel.
Wer Steinmeier für einen widerlichen Verräter hält, der ist Antidemokrat. Steinmeier will nur noch Bundespräsident der Regierungsparteien sein, denen er angehört. Die Opposition will er eigenhändig vernichten. Das hält er für seinen Auftrag als oberstes Verfassungsorgan. Wenn in Gießen aus dem Umfeld „seiner“ SPD und „seiner“ Gewerkschaften Journalisten von der Straße geprügelt werden oder in Erfurt von „seiner“ staatlich bezahlten Antifa, ist kaum ein Wort zum Schutz der Journalisten und der Opposition zu hören. Eher macht er sich mit „Feine Sahne Fischfilet“ gemein; „Die Bullenhelme, die sollen fliegen. Eure Knüppel kriegt ihr in die Fresse rein!“ Der Bundespräsident macht sich mit dem staatsfeindlichen linken Pöbel gemein. Mit den Blauen, von denen viele von CDU, CSU und FDP stammen, will er nichts zu tun haben. Der Marsch der RAF durch die Institutionen ist abgeschlossen. Die Sympathisanten der RAF sind längst in Bellevue eingezogen. Keine Anschläge auf das Personal mehr nötig. Die regieren jetzt mit. Auch bei der „Vulkangruppe“ und den „Angry Birds“.
Auf Grundlage derartiger linker Ideologien, die durch alle Institutionen durchmarschiert sind und jetzt die Schlägertruppen der Antifa mit Steuergeld durchfinanzieren, ist mit einer wirtschaftlichen Gesundung dieses Landes nicht mehr zu rechnen. Krieg gegen Rechts, Krieg gegen Russland, Krieg gegen Klima, Krieg gegen das eigenen Volk, all das lässt keine gesunde wirtschaftliche Entwicklung mehr zu. Deutschland ist inzwischen so widerlich, wie es seit 1945 (West) bzw. Stalins Tod (Ost) nicht mehr war.
Zur wirtschaftlichen Situation ist gerade am 14. Juli ein Artikel bei Apollo News erschienen. „70 Prozent günstiger: Deutsche Autoindustrie wandert nach Ungarn ab.“ Darin wird geschildert, dass die deutsche Industrie zunehmend ihre Produktion ins Ausland verlagert. Hauptgründe dafür sind die hohen Kosten am Standort Deutschland: Teure Energie, hohe Löhne, eine hohe Steuer- und Abgabenlast sowie eine strenge Regulierung mit einer Vielzahl von Vorschriften und bürokratischen Auflagen machen die Fertigung hierzulande immer unrentabler. Ungarn hat Kostenvorteile von bis zu 70 Prozent! Deshalb auch errichten dort nicht nur deutsche Automobilbauer ihre neuen Fabriken, während sie in Deutschland schließen. Sondern auch BYD aus China baut dort für 4 Milliarden eine neue Fabrik. Die werden keine Fabriken in Deutschland kaufen oder übernehmen, wenn Ungarn die besseren Rahmenbedingungen hat. Gute Nacht, Wolfsburg. Die Zukunft der Automobilindustrie liegt in Ungarn. Von dort aus werden die Chinesen die deutschen Hersteller nicht nur in China, sondern auch in Europa aus dem Markte fegen.
Axel Fachtan
Gute Nacht mit Euren Windrädern
Seit 2019 behaupte ich kühn, dass die Windräder im Wald für jede Stadt nur Verdruss bedeuten werden. Das ganze Problem sei in wenigen Sätzen zusammengefasst:
Bei einer Havarie oder bei einer Pleite der Windradbetreiber, und das ist ja gar nicht so selten, zumal für jedes Windrad extra eine GmbH gegründet wird mit einem Haftungskapital von 25.000 Euro und mit unzureichender Rückbaubürgschaft, können die Boden- oder Waldbesitzer schon mal ihre Einnahmen beiseite packen, um dann damit einzuspringen.
Denn der Arm des Gesetzes bei Haftung und bei Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes unterscheidet wohl zwischen Betreiber und Waldbesitzer, aber wenn kein Betreiber mehr da ist, weil er mittlerweile in Honolulu eine Nachtbar betreibt, dann bleibt der Waldbesitzer auf der ganzen Schmiere sitzen.
Es will ja keiner glauben und dennoch habe ich eine gleichlautende Aussage einer Windraddemontagefirma, deren Name ich niemals verraten darf, um dort eine Ächtung durch die gesamte Windradbranche auszuschließen. Sie können es glauben oder Sie können es lassen, ich bin jetzt 75 Jahre alt, und mich wird das nicht mehr tangieren. Deswegen sage ich nur: Gute Nacht Marie mit Euren Windrädern!
Wolfgang Prasser
(Fraktionsvorsitzender der AfD-Fraktion in der SVV Müncheberg)
Spiel mit dem Feuer
„Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um“, ist ein Sprichwort aus dem Alten Testament und warnt vor dem Schaden, den unnötig große Risiken verursachen können. Angewandt auf Deutschland, sollte das Volk dafür sorgen, dass Deutschland nicht immer mehr Kriegspartei im Ukraine-Krieg wird. Die deutschen und europäischen Politiker schwafeln zwar vom Frieden, zeigen aber kein wirkliches Interesse daran – womit sie gegen die Interessen ihrer Völker verstoßen. Immer mehr Waffen und Aufrüstung schaffen nicht Frieden, ganz im Gegenteil. Nötig ist Abrüstung und Diplomatie. Ihre scheinheiligen Friedensangebote an Russland sind von russischer Seite kaum verhandelbar, weil sie diktatorischen Charakter haben (Stichwort: Russland muss den Krieg verlieren!).
Selbst wenn Russland einen Friedensvertrag eingehen sollte, wäre dieser höchstwahrscheinlich nur von kurzer Dauer. Allzu oft hat z.B. Deutschland in seiner Geschichte Staatsverträge gebrochen (z.B. Hitler-Stalin-Nichtangriffspakt, der nicht einmal 2 statt 10 Jahre hielt). Umso verständlicher ist das russische Misstrauen gegenüber dem Wertewesten. Nicht Russland bedroht den Westen, sondern die NATO Russland – dazu einige Fakten:
• In der türkischen Hauptstadt Ankara fand am 7. und 8. Juli 2026 der NATO-Gipfel statt, auf dem sich die Staats- und Regierungschefs der NATO-Mitgliedstaaten versammelten. Nahezu selbstverständlich durfte auch der amtierende ukrainische Präsident Selenskij nicht fehlen, um erfolgreich seine Forderungen (!!) nach Waffen und Geld zu stellen. Dem kam man auch nach. Die Ukraine erhält – zusätzlich zu dem zinslosen 200-Mrd.-Darlehen der EU (das praktisch ein Geschenk ist, weil Russland keine Reparationen zahlen wird!) – für zwei Jahre eine Militärhilfe von 140 Mrd. Euro. Die NATO ist inzwischen zur Finanzmaschine des Ukraine-Krieges geworden mit Deutschland als größtem Geldgeber nach dem Ausstieg der USA. US-Präsident Trump erlaubt der Ukraine über eine Lizenz den Bau von Patriot-Luftabwehr-Systemen. Herr Trump mahnte auch die Erhöhung der NATO-„Verteidigungs“ausgaben an – sehr zur Freude der amerikanischen Rüstungskonzerne (Hinweis: Deutschland kauft in den USA Waffen, um sie der Ukraine zu schenken!). Er beschimpfte allerdings auch Spanien, Frankreich, Italien und Deutschland, weil diese ihn nicht bei seinen völkerrechtswidrigen Handlungen gegenüber dem Iran unterstützen und ihm (ausgenommen Deutschland) aus Furcht vor Vergeltungsschlägen keine Stützpunkte für seine Bomberflotte gen Nahost zur Verfügung stellen. Spanien will er mit Handelseinschränkungen bestrafen, Deutschland sieht er (zurecht) dem Untergang geweiht, wenn es seine Migrations- und Energiepolitik nicht verändert.
Die EU verschuldet sich nicht nur zugunsten der Ukraine (s.o.). Kürzlich hat sie Russland als schwere Sicherheitsbedrohung, die USA aber als wichtigsten Sicherheitspartner eingestuft. Die Einstufung Russlands soll das geplante 21. Sanktionspaket rechtfertigen. Die Sanktionsorgie hat der europäischen Bevölkerung mehr geschadet als dem Sanktionierten, aber das spüren ja die Politiker nicht. Die europäischen Steuereinnahmen sollten lieber in die Zukunft (Infrastruktur, Bildung) investiert werden, statt in totes Kapital (= Rüstung).
• Für das Jahr 2026 hat Deutschland vor, 124,7 Mrd. Euro für die Rüstung auszugeben, 25,5 % mehr als im Vorjahr – nur die USA geben in der NATO mehr aus! Sicher werden die Kosten noch steigen durch staatliche Investitionen in Rüstungsfirmen, z.B. in moderne Thyssen-Krupp-Marinesysteme für Kriegsschiffe, gemeinsame Rüstungsprojekte mit der Ukraine für Drohnenproduktion (als Freundschaftsbeweis wird die Anschaffung von 50.000 Drohnen mit deutschem Steuergeld finanziert). Die GRÜNEN forderten am 8. Juli 2026 im Bundestag, dass der Ukraine „endlich unverzüglich“ Taurus-Marschflugkörper zwecks „Zerstörung von Abschussrampen, Munitionsdepots und Produktionsstätten auf russischem Gebiet“ zur Verfügung gestellt werden sollen, womit sie zur gefährlichsten der Alt-Parteien aufsteigen (das hatte bereits Sahra Wagenknecht früher festgestellt) – vielleicht sollte man den GRÜNEN mal erklären, dass Frieden auch Klimaschutz ist?! Die Bundesregierung will 356.000 wehrfähige ukrainische Männer zwischen 18 und 63 Jahren, die vor dem Krieg nach Deutschland geflüchtet sind, entgegen dem Schutzstatus in die Ukraine zurückbeordern, damit sie dort in der Armee dienen (insgesamt leben 1,35 Millionen ukrainische Flüchtlinge in Deutschland!).
Gemäß Völkerrecht gilt ein Staat als Kriegspartei, wenn er an einem bewaffneten Konflikt beteiligt ist. Die wichtigsten völkerrechtlichen Grundlagen sind die Haager Landkriegsordnung von 1899 und die Charta der Vereinten Nationen von 1945. Dem Leser dieses Beitrags dürfte anhand der angeführten Fakten klar geworden sein, dass entgegen der Behauptung der Bundesregierung, Deutschland längst Kriegspartei ist und aus russischer Sicht ständig rote Linien überschreitet. Die Bundesregierung spielt mit dem Feuer und riskiert die atomare Vernichtung Deutschlands. Hoffnung macht wiederum die deutsche Jugend. Bei ca. 300.000 verschickten Erfassungsbögen für den Wehr-/Kriegsdienst haben nur 530 Jugendliche (0,17 %) signalisiert, freiwillig Dienst in der Bundeswehr zu leisten.
PS: Wer nach den angedrohten russischen Atomschlägen (im Falle einer Existenzbedrohung Russlands) noch ein paar Tage überleben will, dem sei die Berliner Firma BSSD empfohlen, die für Privatkunden Atombunker mit Wohnflächen von 9,6 bis 38 m² zum Preis von 79.000 bis 198.000 € baut. Der Versand kostet 1.500 €, Extras kommen hinzu. Vielleicht gibt es einen Frühbucher- und Mengenrabatt?!
Dr. H.-J. Graubaum
Teslas Belange über die der eigenen Bevölkerung gestellt
Mit großer medialer Begleitung wird derzeit die Verlegung des Bahnhofs Fangschleuse vom der Landstraße L23 direkt zum Tesla-Werksgelände (ca. 2 km) zelebriert. Leider finden die Belange der betroffenen Nutzer dabei kaum Erwähnung.
Zum Sachverhalt: Im Juli wird der Betrieb am bisherigen Bahnhof eingestellt, der neue Bahnhof soll am 14. August beginnen. Die Gemeinde Grünheide hat also in der Zwischenzeit keinen Bahnhof, was aber unbedeutend ist, da derzeit ohnehin keine Züge auf dem Streckenabschnitt verkehren.
Gleichzeitig wird der Bahnübergang an der L23 dauerhaft geschlossen. Die künftig als Ersatz gedachte Brücke wird jedoch nach derzeitigem Plan erst im Dezember fertiggestellt. Kilometerlange Umleitungen über Hangelsberg oder die A10 sind nötig, um den neuen Bahnhof auf der südlichen Seite über eine Baustraße zu erreichen, allerdings sind Parkplätze dort noch nicht vorhanden. Angaben über Fertigstellung von Straßen- und Fußweg-Anbindung sind widersprüchlich, verweisen aber aufs nächste Jahr.
Fazit: Alter Bahnhof geschlossen, neuer Bahnhof einen Monat später eröffnet. Bahnübergang geschlossen, Brückenüberquerung frühestens in vier Monaten möglich. Zufahrt zum neuen Bahnhof vorerst nur über eine Baustraße und ohne Parkplätze. Von der Nordseite, also Grünheide und OT Fangschleuse, keine Erreichbarkeit. Tesla-Beschäftigte haben vom neuen Bahnhof direkten Werkzugang (fertiggestellt).
Alle aus Grünheide und seinen Ortsteilen kommenden Pendler haben – zumindest mittelfristig – erhebliche Nachteile/Umwege bis hin zur Nichterreichbarkeit.
Und auch die Anreise nach Grünheide endet vor Teslas Werkstoren und ansonsten auf Baustelle und im (Rest-) Wald. Das betrifft u.a. Schüler und Lehrer des Schulcampus.
Ich finde es von den zuständigen „Planern“ dreist, verantwortungslos und ignorant, wie hier mit den Interessen der Anwohner, insbesondere der Pendler, umgegangen wird. Alle Nachteile werden in Kauf genommen, damit der Werksverkehr von Tesla reibungslos verläuft und einer der reichsten Männer der Welt sorglos sein kann. „Mein Dank“ gilt allen hiesigen Verantwortlichen, die von Anfang an die Interessen von Tesla über die Interessen, Bedenken und Einsprüche der eigenen Bevölkerung gestellt haben.
K. Ziermann
Strafanzeige gestellt: Die Grünen planen einen Angriffskrieg
Ich mache aufmerksam auf eine Strafanzeige der Friedenskämpfer Dr. Ansgar Klein und Helene Klein:
Liebe Mitmenschen! Die Bundestagsfraktion Bündnis90/Grüne hat einen Antrag in den Bundestag eingebracht, der an Kriegslüsternheit kaum noch zu überbieten ist; daher wollen wir Strafanzeige beim Bundesanwalt einreichen, s.u. Wer diese Strafanzeige mitunterzeichnen möchte, möge seinen Namen (mit Titel und evtl. Beruf) mit vollständiger Adresse unter die Strafanzeige (s.u.) an uns senden.
Friedliche Grüße!
Helene und Ansgar Klein
An den
Generalbundesanwalt
beim Bundesgerichtshof
Brauerstraße 30
76135 Karlsruhe
S T R A F A N Z E I G E
Hiermit erstatten die Unterzeichner Strafanzeige gegen folgende Mitglieder der Fraktion ‚Bündnis90/DieGrünen‘: Robin Wagener, Deborah Düring, Agnieszka Brugger, Dr. Anton Hofreiter, Chantal Kopf, Katrin Göring-Eckardt, Claudia Roth, Boris Mijatovic, Sara Nanni, Julian Joswig, Dr. Irene Mihalic, Michael Kellner, Dr. Konstantin von Notz, Dr. Sebastian Schäfer, Jamila Schäfer, Marcel Emmerich, Jeanne Dillschneider, Karoline Otte, Katrin Uhlig, Dr. Alaa Alhamwi, Ayse Asar, Marlene Schönberger, Omid Nouripour, die den Antrag „Den russischen Krieg gegen die Ukraine beenden – Die Ukraine jetzt zusätzlich militärisch und humanitär stärken“ am 7. Juli 2026 eingebracht haben, Drucksache 21/6912, https://dserver.bundestag.de/btd/21/069/2106912.pdf , in dem es u.a. heißt:
„Der Bundestag wolle beschließen:
[…] II. Der Deutsche Bundestag fordert die Bundesregierung auf, […]
2. endlich unverzüglich der ukrainischen Bitte nach Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern aus verfügbaren Beständen der Bundeswehr in größt-möglichem Umfang zu entsprechen;
3. die ukrainischen Fähigkeiten mit allen verfügbaren Mitteln insgesamt zu stärken und die ukrainischen Fähigkeiten zur Zerstörung von tief auf russischem Gebiet befindlichen Kommandoposten, Abschussvorrichtungen, Militärflugplätzen, Munitionsdepots, Treibstofflagern und militärischen Produktionsstätten aktiv auszubauen; […]“
wegen des Verdachts auf Verstoß gegen §13 VStGB (Verbrechen der Aggression).
§13 VStGB:
(1) Wer einen Angriffskrieg führt oder eine sonstige Angriffshandlung begeht, die ihrer Art, ihrer Schwere und ihrem Umfang nach, eine offenkundige Verletzung der Charta der Vereinten Nationen darstellt, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft.
(2) Wer einen Angriffskrieg oder eine sonstige Angriffshandlung im Sinne des Absatzes 1 plant, vorbereitet oder einleitet, wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren bestraft. Die Tat nach Satz 1 ist nur dann strafbar, wenn
1. der Angriffskrieg geführt oder die sonstige Angriffshandlung begangen worden ist oder
2. durch sie die Gefahr eines Angriffskrieges oder einer sonstigen Angriffshandlung für die Bundesrepublik Deutschland herbeigeführt wird.
(3) Eine Angriffshandlung ist die gegen die Souveränität, die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit der Charta der Vereinten Nationen unvereinbare Anwendung von Waffengewalt durch einen Staat.
(4) Beteiligter einer Tat nach den Absätzen 1 und 2 kann nur sein, wer tatsächlich in der Lage ist, das politische oder militärische Handeln eines Staates zu kontrollieren oder zu lenken.
(5) In minder schweren Fällen des Absatzes 2 ist die Strafe Freiheitsstrafe nicht unter fünf Jahren.
Begründung zum Verdacht des Verstoßes gegen § 13 VStGB, (2) 2.:
Die oben genannten Mitglieder des Deutschen Bundestages fordern, wie oben dargelegt, die Bundesregierung auf, „endlich unverzüglich der ukrainischen Bitte nach Lieferung von Taurus-Marschflugkörpern aus verfügbaren Beständen der Bundeswehr in größtmöglichem Umfang zu entsprechen; und die ukrainischen Fähigkeiten mit allen verfügbaren Mitteln insgesamt zu stärken und die ukrainischen Fähigkeiten zur Zerstörung von tief auf russischem Gebiet befindlichen Kommandoposten, Abschussvorrichtungen, Militärflugplätzen, Munitionsdepots, Treibstofflagern und militärischen Produktionsstätten aktiv auszubauen;“
Das bedeutet eindeutig, mit deutschen Waffen, deutschem Know-how und deutscher personeller Beteiligung*), Objekte auf russischem Territorium anzugreifen und möglichst zu zerstören.
*) Taurus-Marschflugkörper in Ziele zu lenken, ist dem ukrainischem Militär ohne deutsche Beteiligung nicht möglich; im oben genannten Antrag heißt es dementsprechend: „die ukrainischen Fähigkeiten mit allen verfügbaren Mitteln […] aktiv auszubauen;“
Dieses Vorhaben ist also Planung und Vorbereitung eines Angriffskrieges und somit nach §13 VStGB, Absatz 2, mit lebenslanger Freiheitsstrafe oder mit Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren zu bestrafen. Die Tat nach Satz 1 ist nur dann strafbar, wenn
1. […] oder
2. durch sie die Gefahr eines Angriffskrieges oder einer sonstigen Angriffshandlung für die Bundesrepublik Deutschland herbeigeführt wird.
Diese Gefahr ist gegeben, da führende Repräsentanten der Russischen Föderation wiederholt und eindringlich davor gewarnt haben, dass ein Angriff von einem westlichen Staat bzw. NATO-Mitglied mit der unmittelbaren Gefahr von Vergeltung verbunden sei.
Wie oben dargelegt ist die „Zerstörung von tief auf russischem Gebiet befindlichen“ Objekten nur mit deutscher Beteiligung möglich, also sind die von den oben genannten Personen geplanten Angriffe ‚Angriffe von einem westlichen Staat‘. Russische Vergeltung würde 3. Weltkrieg bedeuten.
(3) Eine Angriffshandlung ist die gegen die Souveränität, die territoriale Unversehrtheit oder die politische Unabhängigkeit eines Staates gerichtete oder sonst mit der Charta der Vereinten Nationen unvereinbare Anwendung von Waffengewalt durch einen Staat.
Auch diese Bedingung ist erfüllt, da die Angriffspläne gegen die territoriale Unversehrtheit der Russischen Föderation gerichtet sind.
(4) Beteiligter einer Tat nach den Absätzen 1 und 2 kann nur sein, wer tatsächlich in der Lage ist, das politische oder militärische Handeln eines Staates zu kontrollieren oder zu lenken.
Auch diese Bedingung ist erfüllt, da Bundestagsabgeordnete das politische oder militärische Handeln eines Staates – hier der BRD – zu kontrollieren haben.
Wegen aller weiteren in Frage kommenden Straftaten ist Ihrerseits zu ermitteln.
Um Mitteilung über das Ergebnis der Ermittlungen, bzw. des Verfahrens, wird gebeten.
Unterzeichner:
Helene Klein, OStR a.D.
Rosengarten 11, 52146 Würselen
Dr. Ansgar Klein OStR a.D.
Rosengarten 11, 52146 Würselen
Wer diese Strafanzeige gegen die Bundestagsabgeordneten der Grünen mit unterzeichnen möchte, schreibe eine E-Mail an: haklein1963@t-online.de
Lasst uns gemeinsam diesen Wahnsinn beenden.
Susanne Fischer
Ein Weckruf
Lieber Michael Hauke,
vielen Dank für den Beitrag „Was hinterlassen wir unseren Kindern bloß für ein Land“. Als jemand, der selbst in der DDR aufgewachsen ist und 1989 die Hoffnung, den Mut und die Aufbruchsstimmung dieser Zeit erlebt hat, hat mich Ihr Artikel tief berührt.
Wir sind damals auf die Straße gegangen, weil wir von einem besseren Land geträumt haben. Von mehr Freiheit, mehr Offenheit, mehr Mitbestimmung und mehr Ehrlichkeit. Wir haben geglaubt, dass unsere Kinder und Enkel einmal in einem Land leben würden, das stärker, freier und gerechter sein würde als das, aus dem wir kamen.
Umso mehr schmerzt es mich heute, wenn ich das Gefühl habe, dass viele Menschen wieder schweigen, sich zurückziehen oder Angst haben, ihre Sorgen offen auszusprechen. Nicht, weil alles mit der DDR vergleichbar wäre – das ist es nicht. Aber weil ich diese Entwicklung kenne, wenn Menschen das Gefühl bekommen, dass ihre Wahrnehmung, ihre Sorgen und ihre Erfahrungen nicht mehr zählen.
Ihr Artikel hat mich deshalb so bewegt, weil er etwas anspricht, das mich seit Jahren umtreibt: Was hinterlassen wir den Kindern, die heute aufwachsen?
Obwohl es mir nicht vergönnt war, selbst Kinder zu bekommen, beschäftigt mich diese Frage zutiefst. Vielleicht sogar gerade deshalb. Wenn ich die Kinder in meiner Nachbarschaft sehe oder die jungen Menschen in meinem Umfeld, dann wünsche ich ihnen ein Land, in dem sie sicher leben, frei denken, offen sprechen und optimistisch in die Zukunft blicken können.
Stattdessen ertappe ich mich immer häufiger bei dem Gedanken, wie sehr mich manche Entwicklungen traurig machen und wie groß meine Sorge um die Zukunft geworden ist. Das ist kein schöner Gedanke. Denn eigentlich sollte jede Generation ihren Kindern eine bessere Zukunft wünschen können als die eigene Gegenwart.
Ihr Text ist deshalb für mich weit mehr als ein politischer Kommentar. Er ist ein Weckruf, wieder genauer hinzuschauen, Verantwortung zu übernehmen und den Mut zu haben, Probleme auch dann anzusprechen, wenn sie unbequem sind.
Dafür möchte ich Ihnen danken.
Denn Gleichgültigkeit hat noch nie etwas verbessert. Sorge, Verantwortung und ehrliche Diskussionen dagegen schon.
Anke Hildebrandt
Undankbarer Staat
Was hat doch unsere Regierung für ein schönes Rentenpaket für uns geschnürt. Ich kann eigentlich nur froh sein schon Rentner zu sein. Und wir sind noch unermüdlich. Was lassen wir uns alles aufbrummen. Einige arbeiten noch und einige sind in der Familie voll eingespannt. Langeweile kommt nicht auf. Die alten Männer sind auch noch gut, als Reservisten zu dienen. Die alten Frauen könnten ehrenamtlich tätig sein oder noch in der Altenpflege helfen. Alles ist möglich. Ich habe schon immer gesagt, eines Tages arbeiten wir so lange bis wir mit der Kiste abgeholt werden. Gott sei Dank ist das noch nicht eingetroffen. Aber man sollte sich schon damit vertraut machen.
Reformen sind dazu gut, die Bürger noch mehr auszuquetschen. Es wird immer besser. Alles zum Wohle des Volkes.Wir sparen, wo wir nur können. Leider nicht da wo es notwendig wäre. Ganz wichtig ist die Rüstung. Steht zur Zeit an erster Stelle. Falls der böse Putin kommt. Wir müssen vorbereitet sein. Und deshalb sind wir Alten für alles gut.Man sagt doch, wir Boomer hätten nicht genug Kinder in die Welt gesetzt. Wartet ab, die jetzige Generation wird sich überlegen, für Familienzuwachs zu sorgen – bei der ungewissen Zukunft.
Und wenn wir uns dann noch die neue Gesundheitsreform anschauen, da wird einem schlecht. Ich kann dem nichts Gutes abgewinnen. Im Gegenteil. Kürzen ist scheinbar das Einzige, was unsere Regierung noch kann. Weniger Geld für Zahnersatz, Haut-Screening nicht unbedingt notwendig, Familienversicherung wird eingeschränkt, Medikamentenzuzahlung erhöht und und und. Wer weiß, was noch alles kommt. Die Leute, die so etwas beschließen, sollten den Arzt aufsuchen. Vielleicht stimmt da was nicht im Kopf. Aber dass wir viel zu viele Krankenkassen haben, darüber hat noch niemand nachgedacht. Ich weiß nicht, wie das früher möglich war mit einer Krankenkasse. Das Leben wird uns schwer gemacht.
Was sagt mir das? Wir Rentner werden jeden Tag genießen und es uns gut gehen lassen. Wir haben es uns verdient. Wir müssen gar nichts mehr! Und für diesen undankbaren Staat schon überhaupt nicht.
Heidemarie Gräser
Ruckelt es schon in Deutschland?
1997 hielt der damalige Bundespräsident Roman Herzog seine bekannte – zumindest den Älteren noch – „Ruck-Rede“. Mehr als die Zeile „Durch Deutschland muss ein Ruck gehen“ ist mir allerdings nicht im Gedächtnis geblieben. Wichtiger ist die Frage, ob in den knapp 30 Jahren (!) danach dieser Ruck erfolgt ist. Zur Erinnerung: Es gab die deutsche Beteiligung an den NATO-Bombardierungen in Ex-Jugoslawien; der Terroranschlag in den USA 2001 erschütterte auch hierzulande die Menschen; die sog. Bankenkrise verlief relativ geräuschlos; der verkündete Atomausstieg 2011 – auch ich ließ mich damals verführen – brachte dann erstmals wieder Massen auf die Straße; 2015 DIE Zeitenwende, als Merkels Gefolgschaft (es war eben nicht Merkel allein) das Tor zur millionenfachen unkontrollierten Einwanderung von Flüchtlingen öffnete. Und damit in nie geahnter Weise das Sozial-, Bildungs-, Wohnungs-, Sicherheitssystem wie eigentlich die gesamte Infrastruktur ins Taumeln brachte. Insofern gab – und gibt – es einen Ruck; anders als von Herzog damals angemahnt. Dass Scholz später in anderem Kontext von „Zeitenwende“ (von G. W. Bush geklaut) sprach, sehe ich eher als Ablenkung vom befürchteten Zusammenbruch.
Jetzt, 2026, gibt es nicht DEN Ruck; ich sehe vielmehr ein Stolpern von Wirtschaft – mehrheitlich auf Regierungslinie – und Politik, ohne auch nur einen Hauch eines Zukunftskonzeptes zu erkennen. Stattdessen immer größere Lautstärke – medial verstärkt – von immer ahnungsloseren (um nicht ein anderes Wort zu benutzen) Politikern, die die Bodenhaftung verloren haben. Die Parlamente sind eh keine Interessenvertretung der Volksmehrheit; dazu taugt die Parteiendemokratie längst nicht mehr.
Kann Deutschland wieder Halt unter den Füßen bekommen? Mit der gegenwärtigen politischen Funktionärskaste und „nationalbefreiten“ Wirtschaftsbossen, die liebend gern im billigeren Ausland produzieren, sicher nicht. Leider – und jetzt komme ich zu meinem Hauptproblem – auch nicht mit der gegenwärtigen Einstellung der Mehrheit der Bevölkerung, die zwar grummelt (vielleicht auch im Stübchen mal poltert), aber letztlich ein „Weiter so“ befeuert. Um es vorweg zu nehmen – aus den Wahlumfragen zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zu schlussfolgern, dass die AfD quasi schon gewonnen habe, vergisst, dass zur Wahlabsicht (!) auch der Mumm gehört, tatsächlich AfD zu wählen. Von der mittlerweile dubiosen Briefwahl ganz zu schweigen.
Nach wie vor beschäftigt sich die Bevölkerungsmehrheit lieber mit einer Fußball-WM, einer Leihmutterschaft, einem halbtoten Wal (der nächste ist im Anmarsch) etc. Natürlich ist es bequemer, das Denken „denen da oben“ zu überlassen. Aber die „da oben“ sind doch offensichtlich hilflos! Statt dem eigenen Denken trifft man auf scheindemokratische „Bürgerräte“, auf „Haltungs-Demos“ (hinter denen sich oft geistige Hohlheit verbirgt) oder auf seichte Gefühlsdebatten. Kurz, die „oben“ können nicht anders – die „unten“ wollen (noch?) nicht anders. Dass ein Krieg immer näher an Deutschland heranrückt – die Mehrheit verdrängt es (teilweise mit hanebüchenen Phrasen). Ach, hätten wir noch wirkliche Volksvertreter – diese hätten die medialen, finanziellen und logistischen Möglichkeiten zur Opposition. Hätten…
Als Ossi, der in der sog. Wende für Meinungsfreiheit stritt, sehe ich nur im Osten Potential. Der Westen befindet sich noch immer in seinem „Konsum-Schlaf“, den er seit dem sog. Wirtschaftswunder träumt. Kürzlich wurde mal wieder eine neue Demokratie-Studie von Bertelsmann veröffentlicht. Einige Aussagen: „Mehr als die Hälfte der Menschen (52 Prozent) geht davon aus, dass es zukünftigen Generationen (eher) schlechter gehen wird als Menschen heute“. Trotzdem ein „Weiter so“. „Junge Menschen blicken jedoch etwas optimistischer in die Zukunft: Mit 13 Prozent ist der Anteil derjenigen, die eine Verbesserung erwarten, unter den 18- bis 34-Jährigen etwa doppelt so hoch wie unter den 35- bis 64-Jährigen (6 Prozent) und den über 65-Jährigen (5 Prozent).“ Gibt es ein Aufwachen der Jugend? Nein, diese ist besonders staatsgläubig, wenn es gegen die bösen Rechten geht. Vermutlich werden den Jüngeren erst die Schuppen von den Augen bei Rückzahlung der „Sondervermögen“ fallen. „Menschen, die in den westdeutschen Bundesländern wohnen, sind zufriedener mit der Demokratie…“
„…dass Zukunftspessimismus unter Wählenden von AfD, BSW und Die Linke stärker verbreitet ist als unter Wählenden von Parteien der Mitte.“ Ergo, Wähler im Osten!
Ich will die Studie – gewiss kein linkes Pamphlet – nicht weiter kommentieren. Ich kann nur an die Mitbürger im Osten appellieren – diskutiert und (be)denkt die gefährliche politisch-wirtschaftliche Lage; engagiert euch nicht für (von oben vorgegebene) Haltung, sondern für eigene Interessen, kurz – dies gilt für meine Generation – kehrt zu den Wurzeln von 1989 zurück. Dann wird ein Ruck durch Deutschland gehen!
Dr. Klaus Dittrich
Das konnte wieder keiner ahnen
Wenn man arme Menschen noch sehr viel ärmer sehen möchte, dann sind die einst Gewählten auf einem guten Weg dorthin, es auch fabulös zu schaffen. Düstere Zukunftsaussichten, die schon jetzt nach einem Regierungswechsel schreien. Alter, eitle Pfauen, die sich für ihre Dusseligkeit – ihrem selten dämlichen Mach(t)werk der Schande – auch noch selber bewundern. Oder sind die schon so verblödet, dass sie gar nicht mehr merken, dass sie schon Werbung für die AfD machen?
Uns zu überzeugen versuchen? Mit ständig neuen Schuldenorgien, die uns im Endeffekt zu vernichten drohen? Für Krieg und Aufrüstung, und Einsparungen, die der Tafel, der Arche und der Obdachlosigkeit, dem Hunger, der Kälte und dem Tod ganz neuen Nachschub bringen werden?
Und fühlt man sich da nicht bereits verkauft und dem Schützengraben schon sehr nahe? Und denen wollt Ihr Eure Söhne und Töchter anvertrauen? Dann denkt doch wenigstens mal über weggeschossene Gliedmaßen, über kleine Eintritts- und große Austrittsöffnungen nach. Und von der Illusion, dass Russland den Krieg verlieren wird, wenn wir auch weiterhin ganz brav die Ukraine mit unseren Steuergeldern unterstützen, sollte sich Herr Merz auch endlich mal befreien. Denn dem Putin bleibt doch gar nichts anderes weiter übrig, als diesen Krieg zu gewinnen, oder ihn zu seinen Bedingungen beenden zu können. Da gibt es nichts anderes! Denn nur sein Tod könnte noch was ändern! Und weshalb wir uns jetzt auch darauf einstellen sollten, ähnlich Hiroshima und Nagasaki (wo es auch keine nachvollziehbaren Gründe gab!), dass es Putin den Amis bald gleichtun wird! Vielleicht „die Erste“, für die Kapitulation gedacht, als dramatisches Signal über dem Schwarzen Meer gezündet – und bei Verweigerung, „die Zweite“ direkt danach in Kiew! Wo eine der Fragen dann lauten wird: „Ende oder Anfang?“ Aber auch mit Schuldzuweisungen und dergleichen mehr an uns alle gerichtet! Aber bitte nicht wieder das alte Lied: „Das konnte ja keiner ahnen!“
B. Ringk
Unverzichtbar für „unsere“ Demokratie
WELT berichtet am 21.07.2026 zur Finanzierung von ARD und ZDF: „Verfassungsgericht sieht öffentlich-rechtlichen Rundfunk als unverzichtbar für Demokratie.“ Und: „Das Gericht sieht den öffentlich-rechtlichen Rundfunk als unverzichtbar für eine freiheitliche Demokratie, weil er eine freie Meinungsbildung ermöglichen soll. Anders als private Medien sei er frei von kommerziellen Zwängen und gewährleiste dadurch eine umfassende, sachliche und unabhängige Information.“
Ich vermisse das Possessivpronomen „UNSERE“ vor dem (entwerteten!) Begriff „Demokratie“, dann würde es passen. Ansonsten scheint das Verfassungsgericht ja geradezu zu Satire zu neigen.
Susanne Bauer
Werdet Feindbild-verweigerer!
Der Friede ist der Verteidigungsfall. Lasst uns deshalb wieder FRIEDENStüchtig werden! Kriegstüchtig lässt sich aufhetzen mit Gefühlen wie Angst und Rachedurst. Dafür braucht‘s keinerlei Verstandeskraft!
Friedenstüchtig braucht demgegenüber wieder Verstandeskraft, wie wir sie zu Zeiten von Willy Brandt, Egon Bahr, Petra Kelly und Ge2neral Bastian schon einmal besaßen.
Gefühle wie Angst und Rache sind da eher hinderlich und dumm! Deshalb meine Bitte an meine Mitbürger:
Bitte werdet wieder Feinbildverweigerer, wie wir‘s schon mal mehrheitlich konnten! Danke.
Johannes Bard



