Foto: Sabine Johanna Alward

Nach 43 Dienstjahren als Kirchenmusiker an St. Marien Beeskow und Kreiskantor für den Kirchenkreis Oderland-Spree verabschiedet sich Matthias Alward von den Konzertbesuchern, seinen Chören, Solisten und Instrumentalisten. Am Sonnabend, 6. Juli 2024 um 16:00 Uhr findet das Konzert zum Abschied statt.
Im Schlusswort des Konzertflyers steht es schon seit Jahresbeginn: „Mit dem 6. Juli 2024 verabschiede ich mich nun vom aktiven Konzertleben an der St. Marienkirche Beeskow“. Nun ist es soweit.
Am Sonnabend, 6. Juli 2024 um 16 Uhr findet das Konzert zum Abschied statt. Nach 43 Dienstjahren als Kirchenmusiker an St. Marien Beeskow und Kreiskantor für den Kirchenkreis Oderland-Spree verabschiedet sich Matthias Alward von den Konzertbesuchern, seinen Chören, Solisten und Instrumentalisten. Mit einem eigens dafür zusammengestelltem Programm sollen noch einmal alle zum Zug kommen, die in den vergangenen Jahrzehnten so engagiert, vor allem auch die großen Oratorienkonzerte, mitgestaltet haben. Selbstverständlich erklingt im Konzert Johann Sebastian Bach, der Kantor, der wohl für die meisten Kirchenmusizierenden das große Vorbild ist. Mit seiner Ratswechselkantate „Wir danken dir, Gott, wir danken“ ist wohl eine Kantate gefunden, die vieles vereinigt, was am 6. Juli die meisten bewegt. Der Dank für so viel Gelungenes an Kirchenmusik in St. Marien in den vergangenen vier Jahrzehnten, aber auch das festliche Musizieren mit Pauken und Trompeten, Orgelklang im Eingangssatz der Kantate und die Parodie eines der bedeutendsten bachschen Werke, der h-moll Messe.
Daneben erklingen Werke, die Matthias Alward im Verlauf seines Kirchenmusikerseins für die Sängerinnen und Sänger der St. Marienkantorei und des Motettenchores komponiert hat. Die Choralkantate „Ich will, solang ich lebe“ ist dabei eine Weiterbearbeitung eines Chorsatzes von Heinrich Schütz, dem anderen großen deutschen Kirchenmusikers des Frühbarock. Und es erklingt die „Choralmeditation“ aus dem Jahr 1997, die zwei Choräle, „So nimm denn meine Hände“ mit der eingängigen Melodie von Friedrich Silcher und dem neueren Choral „Ich möcht´, dass einer mit mir geht“, miteinander verbindet. Beide Stücke sind für Soli, Chor und Orchester bestimmt. Die dritte Komposition „Requiem alternativ“ ist 2019 entstanden und ist ein Chorwerk mit modernem Instrumentarium. Hier tragen vor allem unterschiedliche Tasteninstrumente, wie Synthesizer oder Klavier zur Klangflächengestaltung bei. Rhythmisiert werden die sechs Sätze mit Pauken und Djembe. Aber auch aus der Weltmusik bekannte Instrumente wie Shruti-Box, Beat Root, Glocken, Gong und Obertongesang finden in dem beeindruckenden Werk ihren Platz.
Der Männerchor, ebenfalls treuer Mitgestalter der Kirchenmusik an St. Marien, wird mit zwei Vertonungen im Konzert vertreten sein und zusammen mit Orchester musizieren. Dafür sind extra Bearbeitungen der Männerchorsätze „Groß, o Gott, sind deiner Liebe Taten“ von Johann Michael Haydn und die bekannte „Legende von Babylon“ entstanden.
Es ist ein musikalisch abwechslungsreiches Programm, das im Mittelschiff der St. Marienkirche noch einmal unter Leitung von Matthias Alward erklingen wird.
Als Solisten wirken Constanze Albrecht (Sopran), Kerstin Domrös (Alt), Dirk Kleinke (Tenor) und Markus Köhler (Bariton) mit. Anita Keller wirkt als Organistin mit. Dabei findet auch die langjährige Zusammenarbeit des Dirigenten mit dem Neuen Kammerorchester Potsdam seinen Abschluss. Der Eintritt ist frei, um eine Spende zur Kostendeckung wird herzlich gebeten.

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