In Storkow fand am 30.05.2023 eine Anwohnerversammlung statt, in der man den Anwohnern mitteilte, dass in der Grasnickstraße und in der Gerichtstraße die Straßen erneuert werden, inklusive der Errichtung von Geh- und Radwegen. Finanziert wird das ganze selbstverständlich über Fördermittel und mittels Griff in das Portemonaie der Anwohner. Jeder Anwohner durfte, wie bei einer Präsentation, in seine eigene Kostenschätzung spähen, um zu erfahren, welche Kosten ihn ungefähr erwarten. Da es sich um eine Kostenschätzung handelt, ist davon auszugehen, dass die tatsächliche Rechnung um ein Vielfaches höher ausfallen wird – wie die Vergangenheit eindeutig beweist.

Nach der Anwohnerversammlung wurden die Menschen aus den betroffenen Straßen aktiv. Der Bürgermeisterin wurde mitgeteilt, dass 15 von 19 Anwohnern der Grasnickstraße die Gehwege nicht wollen, da dort am Tage drei bis sieben Personen lang laufen oder mit dem Rad unterwegs sind.
Die Bewohner der Gerichtstraße teilten den Zuständigen mit, dass nach dem Ausbau der Straße nur zwei Parkplätze für die in der Straße befindlichen Arztpraxen zur Verfügung stünden.
Am 15.06.2023 erfolgte die Submission. Am 22.06.2023 fand die Stadtverordnetenversammlung statt. In der SVV wurde mitgeteilt, dass man das Parkplatzkonzept noch überarbeitet hat und nach Fertigstellung nun sieben Parkplätze zur Verfügung stehen. Man hatte es dann sehr eilig, abzustimmen. Dieses BV betrifft beide Straßen im Verbund, so dass man über die Grasnickstraße überhaupt nicht vorhatte, gesondert zu sprechen, obwohl ja 15 von 19 Anwohnern bereits bekundet hatten, dieses BV nicht zu wollen. Das brachte dann noch eine Abgeordnete zur Sprache, was zu der Aussage führte, dass dies nun schon alles beschlossen sei. Es stellte sich dann noch heraus, dass in der Gerichtstraße 15 100 Jahre alte, gesunde Linden gefällt werden sollen. Die Entrüstung war bei den Besuchern groß und auch einige Stadtverordnete waren fassungslos, woraufhin der Verantwortliche des Projektes sagte, dass das alles kommuniziert wurde. Der Abgeordnete entgegnete, dass nie über die Zahl von 15 Bäumen gesprochen wurde. Schulterzuckend erwiderte der Projektverantwortliche, dass alle Abgeordneten abgestimmt hätten.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Radweg führt ins Nirgendwo!
Der Hauptweg für die Besucher vom Bahnhof ins Zentrum ist ein ganz anderer.
Es sollen 15 Linden gefällt werden, während täglich Klimahysterie betrieben wird und zeitgleich auf der Burg Storkow eine Ausstellung stattfindet mit dem Thema: Wildbienen (Artenschutz natürlich!).
Die Anwohner wollen diese dekadente Baumaßnahme nicht, sind aber gezwungen zu zahlen. Und wenn sie dies nicht können, müssen sie eben einen Kredit aufnehmen, ist doch ganz logisch.
In der Abstimmung betrug das Ergebnis dann sieben für den Ausbau: Herr Bradke (SPD), Herr Mielke (SPD), Frau Schulze-Ludwig (SPD), Frau Ulrich (Linke), Herr Bredahl (SPD), Herr Trippelt (Linke), Herr Bischof (SPD) zu sechs gegen den Ausbau – das ist wahre Demokratie oder?
Wie kann es sein, dass über den Geldbeutel der Menschen verfügt wird, wenn diese die Baumaßnahme nicht wollen?
Wie kann es sein, dass 100-jährige Bäume gefällt werden für einen Radweg, der 200 m lang ist und im nirgendwo endet? Damit wird der Lebensraum für etliche Insekten wieder ein ganzes Stück zerstört. Aber Hauptsache, wir können dann wieder neue Gesetze für Klimaschutz erlassen.

Anwohnerinitiative

Gerichtstraße/Grasnickstraße, Storkow, Tel.: 033631 82801
Petition zur Verhinderung der Baumfällung: https://www.openpetition.de/petition/online/stoppt-die-baumfaellung-gerichtstrasse-storkow-mark

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